John lädt zu einem feucht-fröhlichen Jagdwochenende in der Waldhütte seines jüngst verstorbenen Onkels ein. Die größtenteils aus San Francisco stammenden, großmauligen Möchtegern-Jäger ecken natürlich sofort bei den Hinterwäldlern an, geraten an einige an Charles Mansons „Family“ orientierte Neu-Hippies, stolpern schlußendlich in eine illegale Marihuana-Plantage, nur um dann noch von einem riesigen Killer-Wildschwein quer durchs Unterholz gejagt zu werden...
Wer Trash will, der soll mit „Pig Hunt“ auch Trash bekommen. Schon der Kurzinhalt oben deutet an, mit wie vielen inhaltlichen Zutaten Jim Isaac sein neuestes Wild’n’Gore-Opus ausgestattet hat. Eine stringente Handlung darf man da nicht erwarten (zumal man auch manchmal das Gefühl hat, dass eine ordnende Hand fehlte), dafür aber jede Menge abstrusen Backwoods-Horror, der mit den fulminant durcheinander gewirbelten diesbezüglichen Motiven der letzten 35 Jahre spielt und alles, aber auch wirklich alles auf die Spitze treibt. Natürlich darf da ein splatteriges Overkill-Ende, bei dem dann alle Fäden zusammengeführt werden, nicht fehlen. Wer einen Monster-on-the-loose-Streifen im Stile von „Razorback“ sucht, ist mit „Pig Hunt“ schlecht bedient; wer jedoch einen Trip-ähnlichen Party-Spaß braucht, dem sei dieses Midnight-Movie zu empfehlen. Mit Travis Aaron Wade, Tina Huang, Howard Johnson, Trevor Bullock u.a.
Anmerkung: 2009 für SPLATTING IMAGE geschrieben, dort jedoch nicht mehr veröffentlicht.
© Selbstverlag Frank Trebbin