Review

Inhalt:

China, in der mittelalterlich geprägten Martial-World. Weil er die einzige und alleinige Macht in dieser Welt wollte, wird Lord Tianmo (Chen Kuan Tai) in einem Kristallgrab in einer heißen Quellen-Höhle komatös isoliert. Mit den Ice- und Yinyang-Elixieren wollen seine Schergen ihn erwecken, doch die heldenhafte Shaoyang-Sekte weiß dies zu verhindern, die Elixiere werden von einer vorbeifliegenden Taube indes aufgenommen...!

Tianji (Robert Mak Tak-Law) ist ein so einfältig-naiver wie unbeschwerter KungFu-Fighter, und vagabundiert durch die Martial-World. Hunger leidend, verspeist er die erbeutete Taube! Nun wohnen ihm skurrile Kräfte inne. Sein Kumpel Shi Chun (Max Mok Siu-Chung) ahnt nichts, wundert sich nur. Lord Tianmo, nunmehr aus dem Koma erwacht, entsendet seine Kämpfer. Tianji und Shi Chun werden nun in eine Abenteuer-Farce sondergleichen gezogen.

Auf ihrer Seite stehen der weise Shaoyang (Ku Feng), dessen beherzt-amazonenhafte Tochter (Yeung Ching-Ching aka Yang Jing-Jing), stets in purpur gekleidet, sowie 2 Kämpfer (Hon Kwok-Choi & Wong Lik aka Wang Li). In den nun aberwitzigen Geschehnissen spielen auch die schöne Prinzessin Dandan (Liu Lai-Ling) und eine sexbesessene Hexe (Lau Luk-Pok) eine jeweils bizarre Rolle, sowie verrückte Zaubersprüche und überraschende Wendungen.

Shi Chun und Dandan geraten in die Gewalt von Lord Tianmo. Tianji und die Shaoyang-Sekte wollen sie befreien. Es kommt zum skurril-irrwitzigen Showdown, zum alles entscheidenden Kampf. Kommentiert wird all dies aus dem Off von einem Erzähler (Tony Leung Siu-Hung) im modern-neuzeitlichen Outfit mit Sonnenbrille.

Kritik:

Im Jahre 1984, kurz vor Tore-Schluss der Shaw-Studios, verzapfte Regisseur Tony Leung Siu-Hung dies groteske Eastern-Farce als Trash- und Fantasy-Spektakel für die Studios der Shaw Brothers. Es entstand ein hanebüchen-skurriler Streifen, wohl als parodistische Persiflage auf WuXia-Eastern gemünzt, der zu fast 100% der Laufzeit nervt und langweilt.

Damit ist eigentlich schon alles gesagt bzw. geschrieben. "Thunderclap", einer jener Abgesang-Streifen in der Endphase des einst legendären Studios an der Clearwater-Bay in Hongkong, Fantasy & Trash, ein skurril-grotesker Mix aus vielen Versatzstücken, nervtötend langweilig und nur auf unterem Level unterhaltend.

Splish-splash, Kawumm und Laserstrahlen mit Explosiönchen und grotesken Einfällen, ein kunterbuntes Durcheinander, eine Farce. Ein schwaches Filmchen bei dem ich mich fast nur langweilte, und froh war, als der Schmunses nach immerhin zum Glück nur 82 Minuten -die einem länger vorkamen- vorbei war. Kurzum, ich war enttäuscht, fertig, aus.

Robert Mak und Max Mok, hier noch zwei jugendhafte -eher jungenhafte- Darsteller als Buddie-Duo, einfältig und dümmlich, so albern sie sich größtenteils durch diese billig anmutende Produktion. Hon Kwok-Choi in einer seiner wenigen ernsthaften (!!!) Rollen, das überrascht, konnte aber nicht all zu viel retten. Liu Lai-Ling als hübsche Prinzessin eher blass, Lau Luk-Pok als hässlich-notgeile Hexe eher peinlich.

Lichtblicke -auch hinsichtlich des ganzen Films und Treibens in selbigem: Ku Feng als weiser Sekten-Chef, Shaw-MegaStar Chen Kuan Tai als einmal mehr souverän agierender Akteur hier als oberster Villain -der aber leider am Ende völlig von der Bildfläche verschwindet- und die wieder agil-elastisch fightende Yeung Ching-Ching (aka Yang Jing-Jing), ernsthaft im Spiel, können noch allesamt darstellerisch überzeugen. Und sind wenigstens noch irgendwie als Figuren in dieser Farce ernstzunehmen. 

Immerhin, denn dieser Film ist insgesamt nicht ernstzunehmen, zumal er sich offenbar selbst nicht ernstnimmt. Daher passt es, dass der Regisseur selbst auch noch als "Narrator" aus dem Off oder sichtbar, all dass mit cooler Sonnenbrille (!) selbst auf die Schippe nehmend kommentiert. Au Backe.

Auch die Fightaction kann einen nicht vom Hocker hauen, da es hastig, wirr und konfus zugeht -passend zu diesem Filmchen- und der Geschwindigkeitsregler fast die ganze Zeit verrücktspielte. Zum Ende hin, in einem wild-turbulenten Finale wird es etwas besser, was sich aber in all dem Durcheinander dann auch wiederum verliert.

Apropos verliert: Verlierer ist der Betrachter, der 82 Minuten Lebenszeit opferte.

3/10.

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