Da Regisseur Roy Frumkes praktischerweise eine Minirolle in Dawn of the Dead spielte und sich somit eh oft am Set aufhielt, war es ein leichtes die dortmals Beteiligten während Drehpausen vor die Kamera zu bekommen und einige Interviews mit allen zu führen. Logischerweise liegt der Schwerpunkt der Dokumentation auch bei diesem Film.
Es werden aber auch Vorgängerfilme wie Martin oder der Klassiker Night of the living Dead beleuchtet, hier allerdings nur von Romero in Interviews selbst. Der vom Cover her angekündigte Day of the Dead hingegen wurde gemeinerweise völlig unterschlagen.
Den Großteil der Interviews darf der Meister des modernen Zombiewesens natürlich exklusiv beschreiben. Stets eine Kippe in der Schnorre plaudert er dabei gut gelaunt aus diversen Nähkästchen und läßt sich wirklich komplett in den Kopf schauen. Launig erzählt er dabei von der Idee, dem Drehbuch übers Storyboard bis hin zu möglichen EInflüssen Hitchcocks und anderer Regisseure gemütlich seine Gedanken aus.
Auch Tom Savini darf einerseits ein paar lustige Anekdoten erzählen, interessanter sind jedoch Einblicke in seine Trickarbeit, von denen er einige Tricks präsentieren darf und wer Nachhilfe in Sachen Zombie Make-up benötigt wird hier auch bedient. Schade nur, das die Darsteller ein wenig kurz kamen, Ken Foree und David Emge hätte ich gern mehr gehört. Trotzdem gibts speziel zu Dawn einen großen Einblick hinter die Kulissen, denn hier kommt wirklich jeder zu Wort, Beleuchter, Kameramann Produzent, wirklich umfassend. Hart fand ich nur die Drehzeiten. Die Crew durfte das Shopping Center nämlich lediglich von 23.00 bis 07.00 Uhr nachts benutzen, um den täglichen Einkaufmassen keine Angst zu machen. Harte Arbeitszeiten sag ich da nur.
Für Horrorfans sind die gut 80 Minuten Dokumentation jedenfalls interessant und für Romerofans sowieso ein Muß. Schade nur, das die deutsche Synchro ziemlich lustlos daherkommt, speziell die weibliche Sprecherin sollte lieber Werbespots für Valium drehen. Sonst ok
7/10