Bei einer Party kommt ein Mädchen durch einen Unfall ums Leben. In Panik verstecken Jason und seine Freunde die Leiche und schwören, niemals darüber zu reden, was in dieser Nacht geschah. Doch schon bald wird Jason von seinem Gewissen geplagt und zieht sich immer mehr zurück. Zwei Jungs aus der Clique befürchten, dass er plaudern wird und bringen ihn zum Schweigen. Sie lassen es wie Selbstmord aussehen, doch Jasons Mutter glaubt nicht an den Freitod ihres Sohnes und beginnt ihre eigenen Ermittlungen.
Fangen wir doch mal mit einem kleinen Quiz an. Der deutsche Publisher ließ als offizielle Titeleinblendung "mit 17 bist du Tod" über den Bildschirm laufen. Na, wer findet den Fehler?
Wenn man so was gleich zu Beginn um die Ohren bekommt, merkt man doch gleich wie viel Wertschätzung und Liebe diesem kanadischen TV-Film entgegengebracht wurde.
Ok Quiz Nummer zwei: an welchen bekannten Horrorfilm erinnert die Story. 4 Personen, einer tötet versehentlich (hier allerdings aus Notgeilheit) eine Stripperin, leisten Schweigeschwur, Polizei soll nicht benachrichtigt werden und die Leiche wird irgendwo abgelegt. Kleiner Tipp es hat mit einer Jahreszeit zu tun.
Ein Übermaß an Innovation kann man dem Film sicher nicht bescheinigen. Die Handlung ist stets vorhersehbar, allerdings mit einer Ausnahme. Das der "Gute" der vier Yuppie Kids von seinen Kollegen mit einer Überdosis umgebracht wird, hat mich doch etwas überrascht, bietet aber so dessen Mutter die Mrs Columbo raushängen zu lassen, denn der Tod ihres Sohnes wird zunächst als Selbstmord abgetan.
Bis dahin wird aber ein wahrer Dialogmarathon gelaufen. Actionfreunde können getrost 90 Minuten auf Toilette gehen, ohne etwas zu verpassen. Im Grunde bietet mit 17 bist du tot ja ein interessantes Konzept, aber eben das ewige Blabla und die etwas hölzernen Darsteller lassen die Laufzeit doch oft recht lang werden. Dazu kommt das die Auflösung und natürlich die gerechte Strafe im Vergleich dazu im Eiltempo abgehandelt werden, als wollte man möglichst schnell zum Schluß kommen, obwohl man dabei einiges an Potential verschenkt.
Man merkt auch deutlich das sehr sparsame Budget. Sets und Kulissen gibt es keine, man nimmt eben irgendwen vom Cast, packt diese in irgendeinen Raum und das wars dann auch. Mehr als den Treppensturz Stunt gibt es nicht an visuellen Höhepunkten. Ähnlich bieder auch die Kamera, ach was, die ganze Präsentation, aber das ist ja leider häufig eine Krankheit des Fernsehfilms. Zum einmal anschauen kann man das Krimidrama noch durchgehen lassen.
4/10