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"Wir haben eine Pforte zu einer Welt geöffnet, über die wir nichts wissen."

Der Ägyptologe Dr. Daniel Jackson (James Spader) behauptet, die ägyptischen Pyramiden seien erheblich älter als bisher angenommen und stößt bei seinen Vorlesungen mangels handfester Beweise auf belustigte Erwiderungen. Erst als er von Catherine Langford (Viveca Lindfors) engagiert wird, erhält er die Möglichkeit seine These zu beweisen. Langford hat vor Jahren ein ägyptisches Artefakt entdeckt, dessen Hieroglyphen den Wissenschaftlern und dem Militär rätselhaft bleiben. Jackson entdeckt, dass es sich dabei um Sternenkonstellationen und somit eine Adresse für einen Punkt im Weltraum handelt. Auf einem zweiten ringförmigen Artefakt lassen sich diese Symbole verankern, woraufhin sich ein Portal zu einem unbekannten Planeten öffnet. Col. O'Neil (Kurt Russell) wird beauftragt mit seinem Team die andere Seite auszukundschaften. Jackson bietet an, das Tor von der anderen Seite wieder zu öffnen um die Rückreise zu garantieren. Auf der anderen Seite erwartet sie eine Wüste und eine Pyramide. Als die Gruppe im direkten Anschluss wieder zurück reisen möchte, eröffnet ihnen Jackson jedoch, dass er Symbole für die Koordinaten der Erde benötigt und diese wieder erwarten nicht vor Ort liegen.

"Stargate" war Roland Emmerich's ("Independence Day", "White House Down") erster großer Blockbuster, der ihn international bekannt machte. Bereits zuvor hatte der Regisseur schon das richtige Gespür für frische Ideen im Science-Fiction Genre. Die große Masse erreichte er aber erst mit diesem Film.

Das Setting ist recht ungewöhnlich. "Stargate" mischt das antike Ägypten und dessen einfache Bevölkerung mit futuristischen Elementen auf einem fremden Planeten. Pyramiden dienen als Raumschiffe, speerähnliche Waffen als Laserwaffen und Abbildungen der Götter als Rüstungen. Hört sich sperrig an, funktioniert aber prächtig.
Die Handlung erweist sich als zielgerichtet. Zwar gibt es ein paar unerwartete Überraschungen, überwiegend erzählt der Science-Fiction-Film aber eine familienfreundliche Geschichte um Unterdrückung und Rebellion. Bei seinen Themen ist der Film nie besonders tiefgründig und hinterfragt ebensowenig die Tätigkeiten seiner stereotypischen Figuren.

Erstaunlicherweise sehen die Kulissen und Effekte selbst nach über 20 Jahren noch sehr gut aus. Besonders das Morphing, die Laserbeschüsse und Partikeleffekte. Nur der Sprung zur anderen Welt wirkt etwas antiquiert.
Die bedrohliche aber auch abenteuerlustige Musikuntermalung erschafft eine dichte Atmosphäre und unterstreicht die an sich vertrauten und dennoch leicht befremdlichen Bilder. Leichter Humor in Form von Situationskomik durch Verständigungsprobleme lockern die Action und die weitsichtigen Panoramen auf.

Kurt Russel ("Tombstone", "Breakdown") und James Spader stehen im Fokus und halten den Film gemeinsam, ohne Höhen zu zeigen. Die restlichen Darsteller agieren authentisch, wenn auch nicht sonderlich auffällig.

"Stargate" ist abenteuerlich, futuristisch, spannend und familienfreundlich. Optimal um ein Massenpublikum anzuziehen. Die ausgewogene Geschichte, die faszinierende Welt und die erstaunlich gut gealterten Effekte machen den Film auch nach Jahren noch unterhaltsam. Knappe ...

9 / 10

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