Review

"Splinter" wollte gern ein Filmfest-Hit sein. Letztlich brachte Regisseur Toby Wilkins aber nicht viel mehr als Durchschnittsware zustande. Als einer der Schwachpunkte des Films erweist sich schnell die völlig einfallslose Alibi-Story: Einige Leute verschanzen sich des Nachts in einer abgelegenen Tankstelle, weil draußen ein fies-mutiertes, stacheliges Irgendwas sein Unwesen treibt und bereits den Tankwart gekillt hat. Das wars schon für die Handlung, weder bekommt man eine Erklärung für das "ansteckende" Viech geliefert, noch gibts auch nur den Ansatz einer überraschenden Wendung oder Auflösung.

Mit solch flacher Kost kann man heute nur noch einen Blumentopf gewinnen, wenn im Gegenzug wenigstens überdurchschnittliche Spannung aufkäme oder wenigstens die Effekte aus der Masse herausstechen würden. Doch bleibt beides im gehobenen Mittelmaß stecken. Einige nette Goremomente gibts zwar ebenso wie die typischen Schleichszenen, doch nimmt insbesondere die bisweilen ziemlich penetrante Wackelkamera dem Ganzen wieder einiges an Drive. Wirklich Spektakuläres gibt es abgesehen von einigen fiesen Knochenbrechermutationen oder einem geteilten Torso aber ohnehin nicht sehen.

Unauffällig-unbekannt-angemessen gestalten sich schlussendlich auch die Darstellerleistungen - wirklich ans Herz wachsen will einem aber keiner der Charaktere.
So bleibt letztlich solide wie bodenständig inszenierte Genrekost aus der B-Ecke, die man aufgrund ihrer latenten Ideenlosigkeit und Einfältigkeit aber defintiv nicht gesehen haben muss. Hätte man ähnlich wie beim artverwandten "Alien Raiders" klar mehr draus machen können...

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