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Ein kleiner Schritt für Tom Hanks, aber ein großer Schritt für die realistische Raumfahrt im Film

Ohne "Apollo 13" kein "The Martian" oder "Gravity", kein "Hidden Figures" oder "Life". Der Ron Howard-Meilenstein über die alles andere als glatt laufende Apollo 13-Mission ist keine Science-Fiction, kein Thriller oder wirkliches Drama - er ist all das und noch viel mehr. Ich kenne schlicht keine Person, die diesen Trip zum Mond nicht mag. Etwas kitschig und pathetisch, wenig überraschend oder wirklich spektakulär - und trotzdem laufen mir am Ende jedes Mal Tränen über die Wangen. Einfach eine grandios effektive Schlussviertelstunde. Dass der Weltraumritt weit über zwei Stunden geht, merkt man ihm kaum an und auf Grund seines Realismus und seinen Details, ist kaum ein Raumfahrerfilm ähnlich zeitlos. Auf den Spuren von "The Right Stuff". Ohne Aliens, große Explosionen oder unrealistische Actionsequenzen.

Tom Hanks hat viele Sternstunden in seiner Filmographie - "Apollo 13" ist ganz sicher eine davon und wird viel zu oft übersehen. Man kann ihn sich immer wieder ansehen und ist sofort wieder Kind, dass trotz aller Gefahren Astronaut werden will. Die restlichen Darsteller sind große Namen, die nicht versagen und Raumfahrt war selten realistischer. Verblüffend, wie echt Schwerelosigkeit und Co. schon vor 20 Jahren aussehen konnten. Amerika feiert sich und seine Helden, die NASA betreibt perfekte Werbung und Tom Hanks veredelt den Ritt. Da kann man nicht böse oder zu streng sein. Eine der feinsten Stunden aller Beteiligten. 

Fazit: "Apollo 13" ist ein Film, der die Raumfahrt und die Astronauten feiert, den Mut, das Risiko, die Faszination. Der ultimative NASA-Film?

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