Muskel-Männer-Möchtegerns
Lyle Alzado ist schon ein Baum von einem Typen. Und genau der spielt hier in bester "Shocker"-Tradition einen psychopatischen Killer, dem der elektrische Stuhl und somit eigentlich die Todesstrafe erst so richtig anspornen Untaten zu begehen und zu schlitzeriger Höchstform aufzulaufen...
Steht überhaupt nicht unter Strom
Slasher. Actioner. Knastfilm. Brutalo. 88er Baujahr. Anthony Perkins schön meta und engagiert u.a. als Regisseur einer "Duschkillszene". Natürlich. Übernatürlicher Quark. "Destroyer" aka "Shadow of Death" ist auf dem Papier, auch samt tollem Poster und eben dem muskelbepackten Alzado, schon ein ziemlicher Videothekenhengst. Er tickt viele interessante Boxen ab. Und trotzdem lässt er einen dann doch insgesamt erstaunlich unbewegt. Trotz seiner Schauwerte und Käsigkeiten. Man kommt nicht umher seine extreme Austauschbarkeit und Vanillaattitüde zu bemerken. Und dabei fast wegzudösen. "Destroyer" sollte einen keineswegs so kalt lassen wie er es tut. Aber das ist nunmal die Wahrheit. Er steht dauerhaft auf der Bremse. Er macht nicht genug aus seinen Ansätzen und filmischen Ballermännern. Er weiß glaube ich gar nicht so richtig, was er sein will. Porentief uninspiriert. Ein totaler Blender. Fast beeindruckend unbeeindruckend. Trotz einer der coolsten Killerwaffen aller Zeiten... Wie kann ein Megapresslufthammer mit Laserzielvorrichtung schiefgehen?!
Der Funke springt nicht über
Fazit: Fast kann man "Destroyer" als furztrockenen "Supernatural Knastslasher" auf Grund seiner massiven Mittelmäßigkeit schon wieder gernhaben. Aber eben nur fast.