Nach einem eher mittelmäßigen Beginn, der dem Zuschauer wohl zunächst die Hintergründe und Zusammenhänge verdeutlichen sollte, konnte sich der Film in der zweiten Hälfte steigern.
Altstar Ahn Sung-kee ist deutlich in die Jahre gekommen und seine Rolle als leitender Polizeibeamter in My New Partner zollt dem Tribut. So sind es weniger die spärlichen Actionszenen, in denen er noch einmal sein Können zeigt als vielmehr die facettenreiche Darstellung des Filmcharakters, die ihn überzeugend macht. Mit Tiefgang zeigt er die verschiedenen Seiten des knallharten Cops und liebevollen Vaters.
Sein Filmsohn Jo Han-seon als Ermittler in der "Internen" Kang Young-jun steht dieser Leistung in nichts nach. Ihm gelingt es ebenfalls, seine Rolle mit Tiefe zu füllen, auch wenn man das ein oder andere Mal etwas länger auf eine Regung im Gesicht des 27jährigen wartet.
Die Story ist denkbar einfach... Vater und Sohn sind sich nicht grün, müssen aber notgedrungen zusammenarbeiten, um irgendwelche Verbrecher dingfest zu machen.
Klingt simpel, ist es auch - doch gelingt es Regisseur Kim Jong-hyeon, im Laufe des Filmes immer deutlicher, die Aspekte der Vater-Sohn-Beziehung herauszuarbeiten und so doch noch etwas mehr zu bieten, als oberflächliches Popcornkino. Mit einem Anflug von Humor macht er die Protagonisten zu Sympathieträgern, deren jeweilige Standpunkte durchaus nachvollziehbar sind und es schwer machen, nur einem von beiden "die Daumen zu drücken" - vielmehr fängt man nach einer gewissen Zeit an, zu hoffen, dass sich die zwei doch noch zusammenraufen werden.
Obwohl die Erzählweise gewisse Details nicht zu schnell preisgibt, bzw. sogar bis zum Schluss aufspart, sind die Entwicklungen im Verlauf des Plots nicht unerwartet - macht aber nichts, denn im Grunde genommen dient die Geschichte wohl eher dazu, dem Geschehen zwischen Kang Young-jun und Kang Min-ho einen Rahmen zu geben.
Obwohl zu keiner Zeit wirklich diese Art von Spannung aufkommt, die man fast hören kann, ist der Film durchweg unterhaltsam und bietet konstant Unterhaltung - vor allem, wie bereits erwähnt, in der zweiten Hälfte.
Fazit: Interessant aufbereitete unkomplizierte Story, mit wenigen Actioneinlagen und feinem Humor gut umgesetzt von engagierten Schauspielern