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Als die Meteorologin Cassie Lawrence mit ihrem Ehemann Jim, dem stellvertretenden Bürgermeister von New York, einen Tag im Central Park verbringt, werden sie Zeugen eines ungewöhnlichen Naturereignisses: Aus dem Nichts entstehen plötzlich mehrere kleine, jedoch eisig kalte Tornados, die durch den Park ziehen. Was anfangs noch relativ unbedrohlich wirkt, entpuppt sich nach wenigen Minuten als größeres Problem, welches Auswirkungen auf die gesamte Stadt haben und viele Todesopfer fordern könnte.

Der Grund für den neusten Twister Verschnitt vom SciFi Channel, ist der gute alte Jet Stream in 11 km Höhe, der plötzlich beschlossen hat wild zu mäandern und so eine ungewohnte Menge Frischluft durch New Yorks Straßen zu wehen. Keine Ahnung ob das jetzt wissenschaftlich plausibel ist, es klingt zumindest aber irgendwie doof.
Zu Beginn gibt's dann gleich mal Hosenscheißer-Alarm mit einem ach so süßen Balg, das so gerne mit Daddy über New York fliegen möchte und seiner Mami am Telefon sagt das es sie ganz dolle lieb hat und so. An der Stelle gleich mal meinen tiefen Dank an Regieveteran Tibor Takacs, das er diesen Goof aus der Hölle als Teaser Sequenz per Flugzeugabsturz entsorgt hat. Die eigentliche Heldin ist allerdings die gute Cassie, ihres Zeichens Chefmeteorologin von New York, die mal wieder cleverer als alle anderen Experten zusammen ist, der mal wieder kaum einer glaubt weil sich die Oberpfeifen der NASA einmischen müssen und auch prompt alles versaubeuteln.
Was man dem Todes Twister dabei allerdings ankreiden muß, ist die große Quantität an Dialogen. Bevor man irgendwelche CGI ins Rennen schickt, die ja Geld kosten könnte, läßt man lieber irgendwelche Leute blödes Zeug labern. Wirkliche Action oder Zerstörungsorgien werden leider kaum präsentiert. Im Finale darf der Sturm zwar ein wenig wüten, aber bis dahin dürften viele schon sanft entschlafen sein. Selbst der Verlust der rechten Hand der Freiheitsstatue oder die Hosentaschen Stürme in Mannsgröße bringen nur wenig Abwechslung.
Dafür präsentiert man und Klischeefiguren, wie den großmäuligen Vollhorst-Bürgermeister, oder uninteressante Subplots wie die verschollene Nichte, die dann natürlich auch für die obligatorische Liebesbeziehung mit einem strammen Feuerwehrbursch zuständig ist. Katastrophenfilme sind ja generell anfällig für übertriebenen Melodram Anteil, aber hier langweilt es auf Dauer einfach nur. So verkommen die 90 Minuten irgendwann zu einer argen Geduldsprobe.
3/10

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