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Ein Vergewaltiger, der immer neue Gummimasken (Teufel, Affe, Frankensteins Monster etc.) aufträgt, vergeht sich an Frauen und in ritzt ihnen Hakenkreuze ins Fleisch ein. Mehrere geschundene Damen tun sich zusammen, um es dem Übeltäter heimzuzahlen...

Parallelen zu dem im selben Jahr (1974) erschienen Rape´n Revenge-Reißer "Das City-Monster" sind nicht zu übersehen. Allerdings stapelt "Violated!" gleich mehrere Etagen tiefer: So ist der Streifen allerhärtester Grindhouse, der sich in spottbilligen Grade-Z-Graden bewegt. Ungeübte Mainstreamer wird schon alleine die handwerklich Machart dieses No Budget-Streifens abschrecken, der sich zwischen typischem 70s-Porn und den einschlägigen Roughies aus dem Nachtprogramm der damaligen Hinterhofkinos bewegt.

Dabei kann man dem Werk ein gewisses schön-schmuddeliges, aber auch düsteres Flair gar nicht mal absprechen. Die Attacken des Vergewaltigers haben durchaus ihre Härten, doch ist "Violated!" in seiner Gesamtheit nur ein allzu simpel gestricktes Filmchen, dessen Story sich interessanter liest als es die Umsetzung ist. Vor allem die überlangen Parts, in denen die Cops die Opfer sinnlos bequatschen, machen vieles wieder zunichte. Doch auch die Story selbst ist keine intellektuelle Herausfordung, hätte jedoch wesentlich mehr Tiefgang und Komplexität vertragen können.

Die Schauspielerei ist teilweise nur als grottig zu bezeichnen, doch in solchen Bereichen sollte man eh nicht viel erwarten. Zum Teil ist der Film durchaus schön obskur, großteils allerdings nur langatmig und zeitraubend. Gerade noch 4 von 10 Punkten.

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