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Tortureporn. Kein Subgenre des Horrorfilms wurde in den letzten Jahren so ausgeschlachtet wie das Genre des Folterfilms. War die Qualität anfangs noch enorm wurden die Film mit der Zeit immer schlechter, billiger, langweiliger und sahen ihre einzige Daseinsberechtigung darin, möglichst krasse und eklige Szenen aneinander zu Reihen. Ein Paradebeispiel dafür ist der englische Film „Mum & Dad“, welcher einen neuen Tiefpunkt im Genre darstellt.

Story: Die junge Lena lernt bei ihrem Job am Flughafen die beiden Geschwister Birdie und Elbie kennen. Als Lena wegen Birdie den letzten Bus in die Stadt verpasst, laden die Geschwister das Mädchen zu sich nach Hause ein. Dort angekommen wird Lena von den Eltern betäubt und findet sich nun in einem Alptraum aus Folter und Erniedrigung wieder.

Tja, was soll ich groß zu diesem Machwerk schreiben? Vielleicht sollte ich den Film einfach totschweigen, aber ich will doch ein paar Worte zu „Mum & Dad“ loswerden. Was Regisseur Steven Sheil dem Zuschauer gehört zweifellos zu dem schlechtesten was ich bisher in dem Subgenre ertragen musste.

Unter dem Deckmantel einer Satire über die perversen Auswüchse einer Familie, reiht Sheil sinnfrei eine fiese, eklige Szene an die nächste. Da wird schon mal munter masturbiert wenn das arme Mädchen gefoltert wird, beim Frühstück wird gerne mal ein Porno geguckt und wer schon immer mal sehen wollte die ein Mann sich sexuell an einem Stück Fleisch vergeht, der ist hier goldrichtig. Blöd nur, dass der Film nicht wirklich verstörend oder intensiv wirkt, sondern lediglich eklig und stupide.

Den vielerorts angesprochenen schwarzen Humor konnte ich bei diesem Film leider auch nicht ausmachen, was den Film vielleicht etwas erträglicher hätte machen können. Ansonsten ist „Mum & Dad“ pure Langweile, ohne Spannung und Atmosphäre und gepaart mit schlechten Darstellern. Ein Film den man nicht gesehen haben muss und den man am liebsten schnell wieder vergessen möchte.

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