kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 31.03.2009
Ein Möcht-so-gerne-Neo-Noir mit den typischen Moore-Defiziten, die allzu oft stylishe Optik mit Inhaltstiefe verwechseln. Im richtigen Kontext eingesetzt wäre das Setting mit der verschneiten Stadt ein echter Knaller gewesen. Wenn die Schneeflocken für Feuerfunken Platz machen, kann man schon von einem visuellen Highlight sprechen. Leider ist das bloß Effekthascherei, die dabei behilflich sein soll, Löcher in der hohlen Geschichte zu flicken und über die vielen langweiligen Passagen hinweg zu helfen. Von einzelnen Momenten abgesehen, in denen das unwirkliche Gefühl der Spielvorlage zumindest gestreift wird, bleibt es beim 08/15, einschließlich der ausdruckslosen Performance von Mark Wahlberg.
Alles, was "Max Payne" letztlich erzeugt, ist die Sehnsucht nach guten neuen Noir-Stoffen. Oder das Verlangen, mal wieder die alte Bogart-Sammlung zu durchstöbern.
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