Wow, was ein interessanter Kurzfilm!
Allzu viel kann man hierzu nicht sagen. Der Film läuft rund 5 Minuten ab und beschreibt lediglich eine Szenerie: Zwei Soldaten betreten einen Raum, in dem ein kleiner Junge mit einer MG steht, ein Kindersoldat. Einer der Soldaten ist vorgegangen und wird danach angeschossen. Kurz darauf kommt sein Kamerad hinterher und versucht das Kind, das immer noch die Waffe auf ihn gerichtet hat, mit sanften Worten und einer Puppe zu besänftigen.
Sehr atmosphärisch. Die Kulisse ist ein kleiner Raum mit Trümmern. Das Kind ist vielleicht 8 Jahre alt. Der Kurzfilm zeigt die grausame Realität - der Mensch ist zu allem in der Lage, leider auch in jungen Jahren. Besonders beeindruckt hat mich hier die Sprache - der Junge spricht in seiner Heimatsprache, die der Soldat nicht versteht. Er spricht englisch. Er versucht den Jungen mithilfe einer Puppe zu besänftigen und dazu zu bringen, nicht auf ihn zu schießen. Alle Rollen hier werden mehr als überzeugend gespielt. Der Soldat, der mit aller Kraft versucht, das Kind zu überzeugen. Seine Kameradin, die angeschossen im Raum liegt. Das skrupellose Kind mit der Knarre.
Allzu viel kann man sonst nicht zu diesem fünf-minütigen Werk sagen. Es ist definitiv ein Film, der zum Nachdenken anregt, denn das Ende ist äußerst überraschend und kommt unerwartet - ich möchte an dieser Stelle aber nichts vorweg spoilern!
Ich kann jedem Leser hier nur nahelegen, sich mal 5 Minuten Auszeit zu nehmen und mal auf gängigen Videoplattformen wie etwa Youtube nach dem Kurzfilm zu schauen und sich ein eigenes Bild zu machen. Mir hat er sehr gefallen und ich würde auch volle Punktzahl dafür vergeben - gibt rein gar nichts auszusetzen.
10/10 Punkten