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Wie so oft, alles was man in einem realen Film so gut wie nicht mehr darstellen kann, wird halt gezeichnet. „Bio Hunter“ basiert ebenfalls auf einen Mange von Fujihiko Hosono.


Eben hielt Koshigaya noch eine Vorlesung über Molekularbiologie, jetzt ist er schon mit seinem Partner Komada auf einem Weg zu einen „Patienten“. Koshigaya und Komada sind sog. Bio Hunter. Sie jagen Menschen, die durch den „Demon Virus“ infiziert sind. Komada ist ebenfalls von dem Virus infiziert, kann ihn aber zurückhalten und teilweise gewinnbringend einsetzen. Der Auftrag ist schnell abgeschlossen, doch es wartet viel mehr Arbeit auf die beiden. Ein unbekannter Serienkiller hat schon diverse Frauen getötet und dabei diese entsetzlich zerstückelt. Beide haben schon die Vermutung, dass der Killer ebenfalls mit dem Virus infiziert sein könnte.
Zur gleichen Zeit kann Komada die junge Sayaka vor einer Horde Typen retten. Sayaka ist auf der Suche nach ihrem Großvater, der ein berühmter Hellseher ist. Die beiden Bio Hunter helfen Sayaka bei der Suche nach ihrem Großvater. Als sie ihn schließlich finden, hilft er ihnen bei der Suche nach dem Killer, da er schon weiß, wer es ist. Doch der Infizierte ist stärker als alle Gegner bis dato und hat vor, die Welt zu erobern.


Dieser sehr kurzweilige Anime (Laufzeit unter 60 Minuten) ist mal wieder der beste Beweis dafür, wie weit man gehen kann, wenn man alles nur zeichnen muss.
Es wird mutiert, zerstört, gesprungen etc. etc., wie es nur in einem gezeichneten Film möglich ist. Und dank der Lauflänge, geht man eigentlich sofort in die Vollen.
Zeichnerisch wird einen hier solide Kost geboten, der Anime selber ist noch nicht so wirklich alt, so dass man dies auch erwarten durfte. Zwar kann sich der Film mit den Mega-Blockbustern im Animebereich nicht vergleichen, aber das Gebotene gefällt.
Auch die Story ist recht interessant. Zwei Biologen machen Jagt auf mutierte Menschen. Dies hat man so zwar schon irgendwie alles gesehen, aber man wird dennoch gut unterhalten. Der zeichnerischen Darstellung wird keine Grenzen gesetzt, wenn sich Komada verwandelt, fehlen einem die Worte, um das Endprodukt zu beschreiben. Für mich sieht die Figur aus wir eine Kreuzung zwischen Teufel und Ratte. Doch auch Tentakelmonster kommen hier vor, wie so oft im japanischen Anime.

Berühmt und teilweise berüchtigt wurden japanische Animes durch ihre teilweise krasse Sex- und Gewaltdarstellung. Soweit kommt es hier (glücklicherweise) nicht. Sexszenen gibt es so gut wie gar keine, sie beschränken sich eher auf das zeigen der primären weiblichen Geschlechtsteile, explizit wird es aber nie. Da ist der Gewaltfaktor schon höher, auch wenn hier nicht im Übermaß gesplattert wird. Dennoch gibt es einige blutige Effekte, besonders gegen Ende zieht der Film noch so einige blutige Register. Natürlich gehört dieser Film auch nicht in die Hände von Kinder.


Fazit: Sehr kurzweiliger Anime, bei dem man voll auf die Kosten kommt. Es gibt eine kurze Warmlaufphase, dann geht der Film aber schon richtig ab, wir begleiten nur noch die beiden Bio Hunter auf ihrer Jagt. Hinzu kommt eine recht interessante Sci-Fi Story, gepaart mit blutigen Einlagen und relativ wenig Erotik. Daher kann ich „Bio Hunter“ ohne Probleme empfehlen.

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