Die beiden Dozenten Komada und Koshigaya sind neben ihrer Unibeschäftigung zu allem Überfluss auch noch Biohunter. Dabei machen sie nicht etwa Jagd auf gesunde Nahrungsmittel, sondern auf biologische Mutationen. Oder auch genetische. Jedenfalls macht sích in Tokio der Demon Virus breit und bringt viele illustre Gestalten horvor. Gleich am Anfang sieht man dann auch schon ein schnuckliges Mädel, das sich gerade mit ihrem Liebsten vergnügt. Doch momentan durchdringt ein ganz anderer Gedanke ihren Gulliver: Essen. Und schon verwandelt sich ihr linker Titt in ein Monstermaul und beißt die liebkosende Hand ihres Lovers ab - Pech gehabt. Wenn der Arme nicht verbluten würde, dürfte ihm jetzt immer jemand anderes die Ketchupflasche aufmachen... aber in Tokio stehen sie ja sowieso nicht so auf Ketchup. Die Story weist des Weiteren noch eine andere Finesse auf: Einer der beiden Biohunter ist selbst vom Demon Virus befallen und verwandelt sich bisweilen. Nun müssen sich die beiden an die Aufklärung eines Falles machen, in dem bevorzugt Mädels gemeuchelt werden!
Insgesamt trägt die wenig tiefgründige Story den knapp einstündigen Anime kaum: Die beiden Protagonisten geben dem Film eine ruhige Note, da sie zu Gedankenspielen und Dialogen neigen. Hin und wieder unterbrechen dann Actionszenen die Aneinanderreihung von nicht immer die Story tragenden Worten. Es baut sich zum Ende hin keine richtige Spannung auf, da die soziale Welt der wichtigen Figuren nicht ausreichend dargestellt wird. Erst der Kampf am Ende vermag der Geschichte noch eine unterhaltsame Note zu geben, da hier die Spannungskurve wieder in die erforderliche Konvention hineingedrückt wird.
Der Zeichenstil ist eher plastisch und erinnert nur entfernt an Klassiker wie "Ghost in the Shell". Viel eher werden einem Ähnlichkeiten zu "Ninja Scroll" auffallen. Teilweise sind die Zeichnungen aber auch etwas nüchtern und uninspiriert. Zu den Charakteren der Protagonisten passt das aber gut. Die Musik bietet wenig Abwechslung aber ein tolles Hauptthema, das wie eine peppigere Variante des Themas von "Ghost in the Shell" wirkt.
"Biohunter" ist solide Unterhaltung mit ein bisschen Sex, ausreichend Action und einer schlechten Spannungskurve, obwohl die Länge des Films nicht hoch ist. Auch ist das Monsterdesign gelungen.