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Der Ur-Bond!

Wer kennt ihn nicht? Der charmante Superagent aus England – James Bond oder einfach nur 007. In „Dr. No“ darf Sean Connery als erster in Rolle des MI6-Agenten schlüpfen und machte damit den Startschuss für die wohl bekannteste, und immer noch andauernde Filmreihe. 1962 hätte wahrscheinlich niemand damit gerechnet, dass es nun schon über zwanzig Bond-Filme geben wird und mit dem kommenden „Bond 21“ der mittlerweile sechste Darsteller in der Rolle von 007 zu sehen sein wird.

Ein Bösewicht mit übertriebenen Ziel (hier wie so oft: Weltherrschaft), eine hübsche Frau, die Bond hilft (-> Bondgirl) und außergewöhnliche Schauplätze verpackt in einer netten Agentenstory. All das fand man auch in den darauf folgenden Filmen wieder. Sogar der Charakter des Felix Leiter tritt hier beim ersten Film schon in Erscheinung.

Der Bösewicht Dr. No (Joseph Wiseman), den wir erst spät zu Gesicht bekommen, versucht von einer Insel aus Raketenstarts der Amerikaner zu verhindern. Um dies genauer zu untersuchen, begibt sich Bond selbst auf die Insel, um dort seine Gespielin in Honey Ryder (Ursula Andress) zu finden. Bevor 007 die Welt vor dem durchgedrehten, dennoch sehr charismatischen Schurken rettet, werden die beiden von No gefangen genommen, damit Bond sich später spektakulär befreien kann.

Der Film ist spannend und voll von Actionszenen. Leider wirkt die Action doch stark eingestaubt, wenn auch nostalgisch. Der erste Auftritt Connerys lässt immer noch Gänsehaut aufkommen, wenn er sagt: „Bond, James Bond.“ und der wunderbare 007-Score einsetzt. Auch sehr schön die Szene in Bonds Hotelzimmer: Voller Misstrauen klebt er ein Haar quer über die Schranktüren und gibt etwas Pulver auf seinen Aktenkoffer – das hat Stil.

An dem Film gab es noch dennoch noch einiges zu verbessern, was man zum Glück erkannte und auch tat. Da wäre einerseits die teilweise doch etwas krasse Kaltblütigkeit von Bond, andererseits die Durchsichtigkeit des Bondgirls – sie war einfach zu leicht rumzukriegen und zu „gut“. Auch der Humorfaktor sollte in den Nachkömmlingen höher sein. Guter Start! (7/10)

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