"James Bond 007 jagt Dr. No" - Der Beginn einer Erfolgsstory, die auch mehr als 40 Jahre nach ihrem Start kaum etwas von ihrer Faszination verloren hat. An heutigen Maßstäben gemessen hat Terence Youngs stilsicher inszenierter Agententhriller freilich etwas Staub angesetzt und so mancher Dialog wirkt ebenso wie die ein oder andere Actionszene etwas hölzern, dem spannenden Treiben auf den Stränden Jamaikas tut dies aber nur wenig Abbruch. Hierzu bieten Charaktere, Ausstattung und nichtzuletzt auch der kultige Soundtrack einfach viel zu viel des einzigartigen Charmes der 60er Jahre.
Bösewicht und Urvater aller Supergangster Dr. No zählt noch heute zu meinen persönlichen Lieblings-Bondwidersachern, wie im gleichen Zuge Ursula Andress mit ihrem legendären Hervortreten aus den karibischen Fluten Kinogeschichte schrieb. Über allen tront schließlich Agent ihrer Majestät Sir Sean Connery, der nicht für wenige die Idealbesetzung dieser Rolle darstellt. Ich für meinen Teil bevorzuge zwar Nachfolger Roger Moore aber es würde schon an Blasphemie grenzen, hier den einen besonders hervorzuheben.
Schlussendlich muss aber auch "007 jagt Dr. No" dem Zahn der Zeit einen kleinen Tribut zollen. So nett und für seine Zeit sicher auch kompromisslos hart die Action ausfällt, spätere Bonds präsentieren sich hier und da noch deutlich ausgereifter und letztenendes auch spektakulärer. Aber gehen wir nicht zu hart mit dem Film ins Gericht, jeder Anfang ist schließlich etwas steinig. Dafür bleiben Szenen wie der heimtückische Vogelspinnen-Mordversuch oder prickelnde Auftritt von Ursula Andress in alle Zeitren unvergessen...