Review

Der erste Bond-Film hat viele der üblichen Zutaten des typischen Bond-Films, verrückter Bösewicht mit allerlei Gimmicks ausgestattet, exotische Kulissen, ein feines Bond-Girl, um nur einige zu nennen. Andererseits fehlen hier die üblichen weiteren Zutaten, wie zum Beispiel Q, der legendäre Vorspann, oder Bonds mitlerweile bis zur Karikatur kultivierte Weltmännigkeit. In der Tat ist Sean Connery alles andere als die lustige Werbelitfasssäule, die Bond später werden würde. Auch fehlt es dieser Bondverfilmung eigentlich an jeglichem Humor.Bond sieht gut aus, ist sehr männlich, sehr hart, und erledigt seine Aufgabe recht trocken. Weiterhin wird hier schon auf weitere Teile verwiesen, indem die Verbrecherorganisation Spectre schon eingeführt wird, deren Vorsitz ja ein gewisser Blofeld innehat.

Also kann man das Franchise als gelungen ansehen.

Als Film jedoch ist Dr. No wahrlich keine Offenbarung. Ein halbgarer Plot dient letztlich nur dazu, Bond vorzustellen, was zwar ganz gut gelingt, aber mehr auch nicht. Und dass Ursula Andress angeblich das schönste Bond-Girl gewesen sein soll, mag vielleicht sogar stimmen, aber seien wir mal ehrlich: Einmal aus dem Wasser steigen als der absolute Höhepunkt der Karriere - egal welcher Film es auch sein mag und wie gut man dabei auch aussehen mag - kann man nicht unbedingt als Erfolg werten, eher als ein Glücksfall.

Der Film ist nicht schlecht, aber ich hätte Probleme mich dazu zu überreden, ihn mir noch einmal anzuschauen, also kann er auch nicht wirklich gut gewesen sein, höchstens Durchschnitt.

4 Punkte

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