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Der britische Geheimdienst erreicht seinen Mann in Jamaika nicht. Agent James Bond soll in Kingston Town nach dem Rechten sehen und deckt die verbotenen Machenschaften eines Wissenschaftlers auf, der die Weltherrschaft anstrebt…

Bond, die Erste. Sean Connery – jung, dynamisch und sexy – in der Rolle seines Lebens. Er ist der perfekte Gentleman, auch wenn die Grenze zum Chauvinismus fließend ist. Bond gleitet galant wie ein Erpel durch die Szenerie. Im Vorzimmer bei Miss Moneypenny wirft er lässig seinen Hut auf den Ständer. Voll der Macker halt. Die Rolle der holden Damenwelt war damals in den 1960ern noch klar definiert und beschränkt auf Sekretärinnen und Betthäschen. Allesamt nicht sonderlich helle und hauptsächlich zum Beknattern gedacht. O-Ton Bond: „Dafür ist immer Zeit *schmatz*!“ Ur-Bond-Girl Ursula Andress alias Honey Ryder stellt diesbezüglich keine Ausnahme dar. Wie eine Nixe entsteigt die blonde Muscheltaucherin dem karibischen Meer. Hinter ihr die perfekte Urlaubskulisse. Da bekommt man gleich Fernweh. Die schöne Schweizerin kann Bond trotz Messer nur bis kurz vor Abspann widerstehen. Ganz anders als der hübsche Geheimdienstler: Bösewicht Dr. No (Joseph Wiseman). Der ist hässlich, hat zwei Eisenhände und murkst mit Atomkraft rum. Er betitelt sich selbst als den Chef von „G.O.F.T.A.“, der Geheimorganisation für Terror, Spionage, Erpressung und Rache. Die wohl beknackteste Eindeutschung von S.P.E.C.T.R.E. ever. Selten so gelacht.
DR. NO ist knackig inszeniert. Geboten werden flotte Autos, viele böse Schergen, zwielichtige Jamaikaner und ein Miniaturkraftwerk fliegt in die Luft.

Bösewicht: Dr. No – gibt es charismatischere.
Bond-Girl: Honey Ryder (Ursula Andress) – d a s Bond-Girl überhaupt!
Weiber flachgelegt: 3
Waffe: Bond muss seine geliebte Beretta gegen eine Walter eintauschen.
Auto: Sunbeam Alpine Series 2, babyblau
Gadgets: keine.
Intro: 60er-Jahre-Bälle.
Body Count: 12

Fazit:
Elegant, karibisch, volle Breitseite 60's. Ein toller Bond und ein wundervoller Auftakt.

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