Review zu Dr. No (1962)
Dr. No befindet sich auf meiner Bondrangliste auf Platz 12 von derzeit 26 Plätzen.
Dr. No ist im Ranking der Connery-Bonds auf Platz 3
James Bond jagt Dr. No ist der erste von derzeit 26 veröffentlichten Kinofilmen
Dies ist der erste Kinoauftritt für den von Ian Fleming erfundenen britischen Agenten mit der Lizenz zum Töten. James Bond wird hier von Sean Connery gespielt, der dem Agenten mit einen Hauch von britischem Charme, gepaart mit einem guten Geschmack und einem Hauch von Snobismus und Chauvinismus sowie einer extremen Brutalität, Kaltschnäuzigkeit und Härte das Leben einhaucht und damit für viele Bondfans überall auf dieser Welt für immer als der beste Bond angesehen wird, auch wenn er in Dr. No noch nicht seine volle Bandbreite entwickelt hat.
Worum geht es in Dr. No ?
In Jamaika werden ein britischer Agent und seine Sekretärin getötet. Der britische Secret Service setzt darauf James Bond an. Trotz einiger Hindernisse bei den Ermittlungen lernt Bond den undurchsichtigen Dr. Dent, den CIA-Agenten Felix Leiter, den jamaikanischen Bootsführer Quarrel und die Muschelsammlerin Honey Ryder kennen, bis er auf den geheimnisvollen, gefährlichen Kopf des Gegners und Titelgeber für den Film – Dr. No trifft und dabei gleichzeitig aufklärt, wer für die Manipulation von Raketenstarts auf Cape Canaveral verantwortlich ist.
Was halte ich davon ?
Dr. No ist ein Erstling – man spürt schon, dass sich die Reihe James Bond zu einem ernsthaften Kaliber der Filmgeschichte entwickeln kann. Die Machart ist für einen Film aus dem Jahre 1962 schon sehr ordentlich – doch das teilweise penetrante Einbinden der 007-Melodie und die sehr antiquiert anmutende Inszenierung der Autoverfolgung ist neben dem doch sehr harmlos wirkenden Plan des Gegners ganz klarer Grund für Abzüge in der Gesamtpunktzahl.
Doch dies ist auf sehr hohem Niveau. Dr. No gehört für mich bei den Romanen Flemings zu einem der Besten – Er hat eine gute Erzählweise mit rotem Faden, eine etwas breitere Kapitelstruktur, die den Lesefluss aber nicht negativ beeinflusst. Die Umsetzung des Romans in Filmform ist sehr gut gelungen, dabei werden einige Elemente der Dramaturgie wegens umgeändert (Tausendfüssler = Spinne ; Endkampf Baustelle = Reaktorraum oder auch die Entschärfung des Hindernisparcours), aber das fällt bei mir nicht negativ ins Gewicht.
Die Schauspieler machen alle einen guten Job – Alleine Honey Ryder, James Bond und Dr. No haben mit einigen Szenen legendären Kultfaktor erreicht. Auch kultverdächtig ist das einzigartige Setdesign von Ken Adam, der hier schon zeigt, wie sich seine Setdesigns auf die Visualisierung des ganzen Bondkosmos auswirken können. Neben den Setdesigns ist auch das Einfangen der Lebenskultur und der Natur von Jamaika sehr gut gelungen, da wir hier auch zum Großteil das Jamaika präsentiert bekommen, was Ian Fleming so geliebt hat. Und wir bekommen bereits einen Vorgeschmack, was wir in Sachen Action, Spannung, Sex-Appeal und Humor bei der Bondreihe erwarten können.
Das Rating von Dr. No beträgt 006/007 !
8/10