Eine imposante Heldensaga mit Steinzeit-Flair hätte durchaus etwas, gegebenenfalls auch in deutlicher Anlehnung an Emmerichs „10.000 BC“.
Doch dieser C-Film bietet nichts außer durchtrainierte Typen mit weißen Röckchen und Fell-Oberteil, die durch (immerhin) malerische Landschaften latschen und ab und an gegeneinander kämpfen.
Das erinnert dann doch eher an provinzielles Wald – und Wiesentheater.
Zeitlich setzt man rund 8000 Jahre nach dem dritten Weltkrieg an, die Menschen befinden sich entwicklungstechnisch nur knapp über der Stufe von Neandertalern.
Die Stämme der Plaebianer und Huronen bekämpfen sich, doch Sinasu, das Böse, der Teufel in menschlicher Gestalt, macht das Land unsicher und arbeitet auf eine neue Apokalypse hin.
Nur Kurupi, ein auserwählter Krieger, sei imstande das Böse zu besiegen, sofern er fünf besondere Steine sammelt und daraufhin die schwarze Perle erhält.
Zunächst einmal sollte man sich nicht vom Cover in die Irre führen lassen, - Monster und Mutationen kommen hier nicht ein einziges Mal zum Vorschein, - zwei, drei Tiere stehen allenfalls im Wald, haben mit der Handlung aber gar nichts zu tun.
In der dreht sich alles ums Kämpfen, um Macht und die Reinheit der Stämme.
Doch wer hier gut choreographierte Fights erwartet, wird bitter enttäuscht, denn mit unruhiger Kamera und hektischen Schnitten bleibt nichts, außer Herumwuselei mit Armen und Beinen, aber kaum sichtbare Schläge, die den jeweiligen Kontrahenten wirklich treffen.
Die Figuren sind einem zudem völlig egal, auch wenn sich die weibliche Off-Stimme müht, ein paar Hintergrundinformationen einfließen zu lassen, später jedoch mit der Moralkeule knüppelt. Ob da Kurupi einer Liebe nachtrauert, dessen Lehrer ebenfalls den Tod seiner Geliebten beklagt oder ein junger Krieger noch das Geheimnis seiner Wurzeln aufdeckt:
Die Darsteller agieren durch die Bank ausdruckslos und offenbaren null Emotionen.
Insofern ist einem spätestens zur Halbzeit egal, ob Kurupi den Dämon aufhält oder es jemand anders für ihn erledigt.
Zwar sind einige Landschaftsaufnahmen des Indian Summer in Weitwinkel nett anzuschauen, doch dazu passt rein gar nicht so ein karibischer Strand, der offenbar gleich um die Ecke sein soll und der als Schauplatz für Austausch zwischen Lehrer und Schüler steht.
Eingebettet in esoterische Klänge bieten so Szenen, wie zwei auf einer felsige Anhöhe sitzen jedoch die verträglichsten, da zumindest die Wahl der Schauplätze und das solide Ablichten solcher noch ein wenig Atmosphäre verbreiten kann.
Ansonsten bietet der Streifen eine lachhaft grottige Inszenierung mit einer komplett spannungsarmen Geschichte, unübersichtlichen, völlig unspektakulären Kämpfen und einigen Längen trotz der kurzen Laufzeit von 82 Minuten.
Zumal schlicht zu wenige Statisten mitwirken, um dem Ganzen etwas Authentisches zu verleihen, - wer preiswert heruntergekurbelten Fantasy-Schrott wie „Xena“ schon billig fand, wird hierdurch klar eines Besseren belehrt.
2,5 von 10