"Total Recall" ist ein typisches Produkt der neunziger Jahre: Er ist grell, schnell und beinhaltet trotz eines immensen Mainstream-Potentials dennoch eine gehörige Portion an Gewalt, die allerdings durch die Phantastik der Story gebrochen wird. Schwarzenegger beherrscht natürlich jede Szene und steht hier ein Jahr vor "Terminator 2" kurz vor seinem filmischen Höhepunkt.
Der Film hat allerdings sowohl von der Story selber als auch von seiner Erzählstruktur her seine Stärken vornehmlich in den ersten zwei Dritteln. Was zunächst für viel Erstaunen im positiven Sinne sorgt, erregt später doch gelegentiches Kopfschütteln, da man sich des Eindrucks nicht erwehren kann, dass es gegen Ende hin im Film drunter und drüber geht. Da bleibt dann der letzte Funken Logik doch auf der Strecke, und man muss sich als Zuschauer lediglich auf die Betrachtung der durchaus gelungenen Actionszenen beschränken.
Ganz fürchterlich anzusehen ist übrigens die Rolle von Schwarzeneggers Film-Ehefrau: Sharon Stone kommt mit ihrer Rolle in keinster Art und Weise zurecht und wirkt meistens lächerlich.
Dennoch sollte man sowohl als Action- und/oder Schwarzeneggerfan den Film auf keinen Fall verpassen, da er keine Langeweile aufkommen lässt und sicherlich zu den besten Werken im Schaffen des Mister Universum zählt. Denn aus der Masse an Actionfilmen, die irgendwann einmal auf die Menschheit losgelassen wurden, ragt er doch weit heraus. Und auch was Rob Bottin von der Special Effects Crew hier zur Schau stellt ist von erster Güte. Hervorzuheben ist hierbei sicherlich die Armabreißszene und der ungemein echt aussehende 3-fach Busen!