1953 gab es einen ersten - und mittlerweile kurioserweise in Vergessenheit geratenen - Invasions-Versuch der Erde durch Außerirdische, der damals nur knapp durch irdische Mikroben vereitelt wurde. Die so außer Gefecht gesetzten Aliens wurden anschließend in Stahlfässern gelagert und unter Verschluss gehalten. 35 Jahre später stürmen einige Terroristen mit brutaler Gewalt ein Atommüll-Lager und befreien dadurch unwissentlich die Außerirdischen, die prompt wieder zum Leben erwachen und Pläne schmieden, um den Planeten zu erobern. Statt erneut einen offenen Konflikt wie damals beim "Kampf der Welten" auszutragen, gehen die Aliens nun allerdings hinterhältiger vor und bemächtigen sich menschlicher Körper, um die Gesellschaft im Geheimen zu unterwandern. Der Wissenschaftler Harrison Blackwood und der Army-Colonel Paul Ironhorse kommen den Marsianern jedoch immer wieder auf die Schliche... In Anbetracht des Erfolgs von "Star Trek: The Next Generation" haben sich einige findige Produzenten Ende der 80er wohl Gedanken darüber gemacht, welche alte Science-Fiction-Marke man noch für die Flimmerkiste aufpolieren könnte, und sind dabei bei dem H.G. Wells-Klassiker "War of the Worlds" gelandet. Die daraus entstandene TV-Serie ist allerdings keine Neuverfilmung der Vorlage, sondern eine echte Fortsetzung, die an die Ereignisse von Byron Haskins 1953er-Adaption "Kampf der Welten" anknüpft und deren Geschichte inhaltlich weiterspinnt... das jedoch nicht in Form eines bombastischen Kriegs-Spektakels, sondern Pantoffelkino-gerecht einige Nummern kleiner in der Manier alter 50er Jahre-B-Movies der Marke "Invasion of the Body Snatchers", die da mehr oder weniger verklausuliert vor der Unterwanderung der Gesellschaft durch subversive Elemente (sprich: die ollen Commies) gewarnt haben. Ein paar Schauwerte in Form von relativ aufwendigen Spezial-Effekten gibt es dann aber doch, wobei diese mittlerweile aber bereits auch schon wieder angestaubt wirken. Der eigentlich reinrassige Science-Fiction-Stoff wurde dafür punktuell mit für damalige TV-Verhältnisse ziemlich kruden Make-Up- und Gore-Einlagen aufgepeppt und sogar mit einigen Motiven versetzt, die ziemlich klar dem Horror-Genre entstammen (eine bestimmte Episode ist beispielsweise lupenreiner Monsterbaby-Trash à la Larry Cohens "Die Wiege des..."-Trilogie). Um den Alien-Mystery-Boom der 90er zu kickstarten, ist man ein paar Jahre vor der ziemlich ähnlich zusammengemixten Hit-Serie "Akte X - Die unheimlichen Fälle des FBI" aber wohl ganz einfach zu früh dran gewesen. Mit Jared Martin, der in "Hydra - Die Ausgeburt der Hölle" sowie den Fulci-Streifen "Die Schlacht der Centurions" und "Dämonia" bereits ausgiebig Genre-Erfahrung gesammelt hat, sowie Richard Chavez, der es kurz zuvor noch in "Predator" als Söldner mit einem anderen fiesen Außerirdischen zu tun hatte, hat man allemal passende Darsteller zur Hand, die im Alien-Gewusel nicht konturlos untergehen (in Season 2 ist dann auch noch der spätere TV-"Highlander" Adrian Paul mit an Bord). Die mehr als nur ein wenig merkwürdige Ausgangs-Situation, nach der der erste "Kampf der Welten" in den 50ern zwar tatsächlich stattgefunden hat, aber nur ein paar Jahrzehnte später bereits wieder vollkommen in Vergessenheit geraten sein soll (ist ja vermutlich auch nur DAS einschneidenste Ereignis der Menschheitsgeschichte gewesen!), muss man da im Vorfeld halt akzeptieren können und wenn man schon dabei ist mal auch schlucken, dass in einem schmalen Erdlings-Körper irgendwie genug Platz für 'nen klopsigen Marsmenschen ist... wenn man das gebacken kriegt, kann man mit "Krieg der Welten - Die Auferstehung" auch heutzutage noch seinen Spaß haben. Der Pilotfilm ist damals von CIC auf Video mit dem Titel-Zusatz "Die Invasion" veröffentlicht worden und es gab dann im Anschluss noch zwei Zusammenschnitte der ersten vier Episoden ("Die Offensive" und "Die Apokalypse"), mittlerweile kann man sich beide Staffeln der Serie aber natürlich auch komplett auf DVD reinziehen.
6/10