Das eine Zusammenarbeit zwischen Meister-Regisseur Martin Scorsese und einem der besten Schauspieler aller Zeiten, Robert deNiro nur zu einem Hit werden kann ist vorprogrammiert. Zwar reicht „Kap der Angst“ für mich nicht an ein absolutes Meisterwerk wie z.B. „Casino“ oder „GoodFellas“ heran, zählt aber durchaus zu den besten Filmen des Thriller – Genres.
Über Robert deNiro braucht man als Darsteller kein Wort mehr zu verlieren. Er zeigt sich zum einen äußerst Fit und durchtrainiert und mimt andererseits den nach 14 Jahren Knast abgehärteten Diener Gottes mit absoluter Bravour. So gut, dass man ihm dir Rolle soweit abnimmt und zum Teil schon fast Sympathien für den doch so gebeutelten Kerl hegt. Ebenso natürlich noch die herrlichen Dialoge mit Nick Nolte und Juliette Lewis. Auch ein Nick Nolte macht seine Sache durchwegs gut. Es ist einfach herrlich zuzusehen, wie ihm der Arsch langsam auf Grundeis geht. Ergänzt wird das ganze Hervorragend durch eine gute Leistung von Jessica Lange und einer wie immer bezaubernden Juliette Lewis, die in Form des Unschuldigen Engels sowieso TOP – Besetzt ist.
Die Story mag zwar nicht sonderlich Tiefgründig sein, wurde jedoch bis auf´s äußerste ausgereizt. Mehr ist eigentlich auch gar nicht notwendig, denn wohl nichts hätte „Kap der Angst“ noch besser und spannender machen können, als es Scorsese nicht ohnehin schon vollbracht hat. Als kleine Hommage an das 1962 erschienene Original „Ein Köder für die Bestie“ durften wohl auch Robert Mitchum und Gregory Peck auch an diesem Erfolgsfilm noch mal teilhaben.
Alles in allem ist „Kap der Angst“ ein deutlich überdurchschnittlicher Thriller mit einem herausragendem Robert deNiro. Der Rest der Darsteller geht dabei jedoch sogar ein klein wenig unter. „Kap der Angst“ zählt auf jeden Fall zu den besten Werken von Regisseur Scorsese, kommt aber auf keinen Fall an „Casino“ oder gar „GodFellas“ oder "Wie ein wilder Stier" heran. Aber als reiner Thriller ist und bleibt „Kap der Angst“ einer der besten Filmes des Genres.