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Frank Miller schuf mit Sin City ein wirklich grandios bizarres Meisterwerk. Zeichnete sich Sin City durch extravagante Action, knüppelharte Charaktäre und einen myteriösen Schuss Erotik aus, durfte man gespannt sein, was The Spirit zu bieten hatte. Dabei ist es wichtig zu erwähnen, dass The Spirit nicht ein Sin City 2 darstellt oder in irgendeiner Weise an Sin City anknüpft. Lediglich das "Farb-design" wurde in Millers neustem Streifen beibehalten.

The Spirit ist ein Film der sich nicht wirklich einer bestimmten Genregattung zuordnen lässt. Es finden sich durchaus Actionelemente a la Looney Tunes in ihm wieder, wie auch prickelnde Erotik, wenn man an all die Schönheiten denkt, die auch das farblose Leinwandereignis optisch aufpeppeln.

Womit wir schon bei einem Hauptkritikpunkt wären: der Plot. Hatte Sin City noch eine durchdachte Story und Charaktäre, die sich durch ihre Geschichte miteinander verbanden, so ist The Spirit einfach nur ein Reinfall auf der ganzen Linie. Die typische Heldenstory wird erzählt, mit dem typischen Bösweicht, der die Weltherrschaft a la Pinky & Brain ergreifen möchte.

Dies scheint dann auch die logische Erklärung zu sein, wieso wir Octopus in SS-Kleidung vorfinden, vor einer Nazibüste seine großartige Rede über die Welteroberung zum besten gibt und ein nettes Porträt von Adolf Hitler vorhanden ist. Dennoch finde ich dies Adaption sehr misslungen und so dermaßen überzogen, dass sie in keinster Weise authentisch wirkt.

So ist es leider auch mit den Protagonisten. Gabriel Macht mimt den Spirit zwar durchaus athletisch, aber er verleiht im keine wirkliche Aura. Das gleiche lässt sich für Samuel L. Jackson als Octopus konstatieren, Inwieweit hier eine Anspielung auf James Bn enthalten ist. lässt sich nicht genau nachvollziehen. Doch beide Charaktäre bieten einfach nichts, was einen wirklich fesselt. Ehrlich gesagt, bin ich sehr enttäuscht von Jackson, dass er sich für solch eine stupide und schwachsinnige Rolle hergegeben hat.

Wenn man ein Highlight des Films nennen möchte, so sind das sicherlich die weiblichen Darstellerinnen. So tummeln sich die Latina-Schönheit Eva Mendez neben ihrem Pendant Scarlett Johannson. Aber auch hier finde ich es sehr taurig, dass sich die beiden Damen für solch einen Klamauk hergeben, denn beide haben es sowohl schauspielerisch wie in der Charakterperformance deutlich besser drauf, als es in Spriti benötigt wird. Und gutes Aussehen allein reicht eben nicht aus, damit ein Film gut wird.

Neben den optischen Schönheiten sind durchaus positive Anmerkungen im Beriech der Dialoge zu machen. Diese mögen oftmals zwar verwirrend erscheinen, haben aber stellenweise dennoch einiges an Wortwitz und Situationskomik aufzuweisen.

Fazit: The Spirit ist wirklich ein Schatten seiner selbst und bietet dem Zuschauer rein gar nichts. 3/10

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