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Ein junger Cop kehrt auf mysteriöse Weise als Spirit vom Tod in das Leben zurück, um aus der Schattenwelt heraus das Verbrechen von Central City zu bekämpfen. Sein Erzfeind Octopus ist auf einer ganz anderen, größenwahnsinnigen Mission: Er plant Spirits geliebte Stadt auszulöschen, während er selbst nach seiner eigenen Unsterblichkeit strebt.

Die erste Frage die sich mir, gleich nach leichter Übelkeit, in den Sinn kam war eigentlich, wie kann jemand der am grandiosen Sin City mitwirkte in seinem nächsten (und bisher letztem) Film so eine Jammergurke ins Feld werfen. Die Optik wurde mal ganz innovativ von dort gleich mitgenommen also Farben düster bis Scharz/weiß mit einigen eingestreuten Farbsprengseln, ein Comic hielt als Vorlage her und das Vorbild des Helden ist offensichtlich Batman, denn im Intro Voicover faselt er etwas von "meiner Stadt". An das Faseln mit der gewichtig tief intonierten Stimme sollte man sich besser gewöhnen, denn auf diese Weise wird man den Film über mit bedeutungsschwangeren Nichts überzogen.
Gestylt ist Spirit natürlich mit einem schwarzen Anzug und einer billigen Augenmaske, bei der ich ständig an Eric Cartmann in seiner Coon Superheldenrolle denken mußte. Er bleibt insgesamt aber ähnlich blass, wie das Großteil des Starensembles. Da hilft selbst ein Samuel L. Jackson als überdrehter Octopus Erzfeind nur bedingt weiter, der zusammen mit untauglichen Henchmen mal eben zur generellen Weltherrschaft greifen will. Wer Mr. Cool allerdings mal in NS-Uniform sehen möchte, ist hier richtig. Ich frage mich allerdings, der gute Samuel mitlerweile gesetzlich verpflichtet ist in jedem Comicfilm, der überhaupt erscheint, eine Rolle zu übernehmen.
Ein kleiner Pluspunkt ist wenigstens, das sich The Spirit selbst nicht allzu ernst nimmt. Ab und an darf man auch mal mit und nicht über den Film grinsen. Sonst bleiben meist geringe Action und ein Held der ständig schwülstigen Dunst verbal absondert, fast an der Grenze zur Parodie. Den Film hats wirklich nicht gebraucht.
3/10

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