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Feast II - oder wie die Helligkeit Männer in Anzügen erzeugt!!!

Das Regiedebüt von John Gulager von 2005 bot feinsten Funsplatter mit einigen markig resistenten Ekeleinlagen und Humor aus dem Klo. Nach einer Weile, ist das Teil zum kleinen Kultfilm avanciert, wobei man dem Regisseur und den Produzenten (u.a. Matt Damon) hochanrechnen muss, das sie einen Cast aus allerlei bekannten Darstellern zusammengetrommelt haben. Beim ersten Sequel, mit dem schwachsinnig anmutenden Untertitel "Sloppy Seconds" (2008) waren Craven, Affleck und Damon nicht mehr mit von der Partie und so musste Gulager kleinere Brötchen backen. Das zieht man dem fertigen Flick auch an, denn die Darsteller benehmen sich bis auf ein paar Ausnahmen wie Vollblutlaien, die GreenScreen - Aufnahmen wurden schludrig bearbeitet und manche Handmade - Effekte sehen einfach nur lächerlich aus. Immerhin macht Gulager, aus dem 2ten Part noch mehr ein waschechtes Familienprojekt, konnte er doch wieder sein Vater Clu ("Blutweihe" und "Nightmare On Elm Street 2") gewinnen und seine Geschwister Tom und Diane Ayala Goldner miteinbringen, wobei letztere hier als Harley Mom´s Schwester wieder mit von der Partie ist. Judah Friedlander ("30 Rock") hat eine schwelgerisch kitschig schräge Träumerei geschenkt bekommen und "Fluch der Karibik" - Pirat Martin Klebba, darf den coolen raushängen lassen und am Ende äußerst schlecht getrickst zerfleischen lassen. "Sloppy Seconds" lebt eigentlich nur von seinen Geschmacksbrüchen, die sich in vielen Körperflüssigkeiten ergießen und dem Penetrieren irgendwelche Miezen. Die Story, was für eine Handlung, gibt es nicht. Wieder muss eine bunt zusammengewürfelte Gruppe, gegen die notgeilen Schweinemutanten kämpfen und zwischendrin sinnfreie Dialoge zum Besten geben. Immerhin gibt es ein paar nackte Brüste und Ärsche  zusehen, denn sonst gibt das Konstrukt nicht viel her. Da sind selbst die vielen Troma - Filme, echte Kunstfilme. Dass ganze wird noch von der extrem langen Laufzeit von gefühlten 93 Minuten gestützt, die vielen Szenen, noch mehr in die Länge ziehen. Action gibt es seltener, denn das Budget was so gering, das man nicht wirklich viel drausmachen konnte. Die Make - up FX sind nett, wirken aber auf Grund der Tatsache, dass gut 80 % im gleißenden Tageslicht spielen, unecht und nach zuviel Latex und Glibber. Splatternerds oder Gorehounds kommen begrenzt auf ihre Kosten, auch wenn mal eine Oma die sich dank Monsterkotze auflöst gegen eine Hauswand fliegt und gematscht wird oder eine Eisenstange in der Rübe steckt. "Sloppy Seconds" ist schwach und bietet außer ein paar gelungenen Szenen, viel zu viel Leerlauf. Daher ist die Frage groß, ob "Happy Finish" es besser machen wird, kaum von Relevanz? Dennoch für Komplettisten ist diese Glibber - Sperma - Mutanten - Nackedei - Chose dennoch von Bedeutung, denn der coole Auftritt von Genreikone und Papa von John Gulager, Clu macht zu mindestens vieles zeitweise vergessen. Die dt. DVD ist auch wieder ein Armutszeugnis trotz JK, wobei man die fehlende Kloszene echt vergessen kann und die Unrated für den Pot ist.

Fazit: Knappe 5 Monsterdödel von 10 heißen Chicks...

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