Ein Film, der den Franzosen bis heute nicht schmecken dürfte. Er berichtet über das schwere Leben der damaligen Gefangenen unter der Regierung Frankreichs.
Der Arzt Dr. Charles Gaudet (Boris Karloff) ist ein angesehener Arzt. Eines Abends wird er zu einem Notfall gerufen. Gaudet ist dabei, einen Verbrecher das leben zu retten. Selbst als seine Komplizen flüchten und die Polizei naht, operiert Gaudet weiter, da der Mann sonst sterben würde.
Kurz darauf beschuldigt man Gaudet, Mitglied einer verbrecherischen Vereinigung zu sein und wird vor Gericht gestellt. In einem lächerlichen Prozess, indem Gaudet immer wieder nur sagen kann, dass er seinen Beruf als Arzt wahrgenommen hat, wird er zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe auf die Teufelsinsel verurteilt.
Dort angekommen, leiden die bereits Gefangenen unter dem eisernen Joch Colonel Armand Lucien (James Stephenson). Und besonders auf Gaudet hat er es abgesehen, der versucht, für mehr Menschlichkeit für die Gefangenen zu kämpfen. Doch Lucien unterdrückt die Gefangenen und besonders Gaudet weiter. Auch ein Fluchtversuch von Gaudet und seinen Freunden scheitert.
Bei einem Unfall verunglückt die Tochter von Lucien schwer, und nur Gaudet ist in der Lage, sie zu operieren. Nach einer Abmachung operiert Gaudet Luciens kleine Tochter. Doch Lucien hält sich nicht an sein Versprechen...
„Die Teufelsinsel“ ist ein Film, der den Franzosen bis heute noch sauer aufstoßen wird. Daher ist es nicht verwunderlich, dass der Film nicht mehr in der vollständigen Fassung gezeigt wird. Was geschnitten wurde, weiß ich leider nicht.
Der Film lebt besonders von Boris Karloff, der zu der Zeit schon ein gefeierter Star war, dank seiner Frankenstein-Auftritte. Und auch hier überzeugt karloff in jeder Szenen als Arzt Dr. Charles Gaudet. Ihm gegenüber steht ein ebenfalls exzellenter James Stephenson, und beide liefern sich einen „Kampf“ bis zum Ende.
Schon in dem Film wird deutlich, wie die Gefangen zur damaligen Zeit unter dem französischen Joch gelitten haben mussten.
Eine wunderbare Szene ist, wenn die Richter das Urteil gegen Gaudet verkündigen, die Kamera plötzlich auf eine Statue mit den bekannten französischen Worten „Liberté, Égalité et Fraternité“ incl der französischen Nationalhymne.
Fazit: Ein wunderbarer Film mit Boris Karloff in der Hauptrolle. Kommt manchmal auf den dritten Programmen, sollte man sich nicht entgehen lassen.