American Psycho mag die Verfilmung eines schockierenden Romans sein, der Film ist allerdings alles andere als schockierend. Er zieht sich wie Kaugummi über 1 ½ Stunden.
Ein vom Yuppieleben genervter Jungbörsianer wird aus lauter Frust zum Serienkiller. Toll, das war’s eigentlich schon. Es ist vielmehr nicht zum Film zu sagen. Es gibt keine seelischen Abgründe, keine geschundene Seele, es gibt nur das dumme Geschwätz dieser 80er Jahre Yuppies, bei dem auch der geneigte Zuseher irgendwann auf den Gedanken kommen mag böse Dinge zu tun.
Regisseurin Mary Harron war offenbar sehr beeindruckt von „The Texas Chainsaw Massacre“ aus den frühen Siebzigern. Anspielungen zu diesem Film gibt es genug. Offensichtlich wollte die Regisseurin eine art durchgestylte Gegenvariante zu diesem Film erstellen. Obwohl man in der letzten halben Stunde tatsächlich auch Leichen (-teile) bewundern kann, ist es ihr aber nie
Gelungen eine ähnlich düstere und unheimlich Stimmung herzustellen. Vielmehr fragt man sich als Zuseher, wo in der letzten halben Stunde die ganzen Toten herkamen. Diese Toten gingen nicht aus der Handlung hervor. Warum eigentlich nicht? Für etwas mehr Tiefe hätte ich gerne auf ein FSK 16 Rating verzichtet.
Ein toller 80er Jahr Soundtrack ist noch das Positivste, was ich aus diesen kleinen Filmchen mitnehme. Interessenten sollten wohl lieber das Buch lesen.
Ich halte den Film für unterdurchschnittlich.