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Ich zitiere Lethal Weapon 3: "Das Bombenkommando wird nie rechtzeitig hier sein." Die Jungs hier schon! Sehr stark inszeniert! Die Spannung ist greifbar, die Action kommt immer wieder gut, die Charaktere sind halbwegs glaubwürdig. Sie zittern, sie haben Angst, sie streiten. Aber sie sind auch tough & kämpfen bzw. entschärfen! Jeremy Renner spielt stark! Die Umgebung im Irak wirkt immer so, als ob gleich etwas explodiert... Einzig die Wackelkamera nervt auf Dauer... -_- Sehr starker Film!
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Erstem Kommentar muss man widersprechen! Zwar geht es um eine Story aus Sicht von US-Soldaten, Patriotismus steht jedoch hinten an. Es geht auch weniger um Krieg als um Menschen. Auf der einen Seite haben wir junge Männer, die ihre Zeit als Soldat im Irak als Fremdkörper in ihrem Lebenlauf empfinden. Auf der anderen Seite haben wir Sergeant James, dessen Alltag längst aus Krieg, Risiko und Gewalt besteht. Für ihn wirkt vielmehr sein Familienleben fremd. Diese Gegensätze in den Motiven werden mit der Schlusssequenz jedem Ignoranten verdeutlicht. Und sie sind das Thema, welches Tödliches Kommando so gut machen. Die Iraker werden nicht als reine Bösewichte abgebildet, vielmehr wird auch das Misstrauen der Amerikaner gegenüber den Einheimischen hinterfragt. Inhaltlich viel Tiefgang und Komplexität! Inszenatorisch hat Kathryn Bigelow Tolles geleistet... - ganz ohne Effekthascherei! 8/10
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Vielleicht ging es nur mir so, aber ich fühlte mich an alte Propagandafilme erinnert. Die guten US-Soldaten die tapfer und mutig ihr Leben riskieren und die bösen Araber, die hinterhältig auf diese schießen und (noch hinterhältiger) überall Bomben vergraben (allerdings sind sie zu blöd diese rechtzeitig zu zünden- meistens jedenfalls). Wie um ihre patriotische Pflicht zu erfüllen, halten Guy Pierce und Joseph Fiennes gefühlte 5 Minuten ihre Gesichter ins Bild (um sich dann schnell töten und aus dem Gedächtnis streichen zu lassen). Da solche Machwerke von jeder kriegführenden und nicht siegreichen Armee mit direkter finanzieller Unterstützung derselben, seit Erfindung des Filmes immer wieder gern zur Hebung oder Erhaltung der Kampfmoral im Feld und dem Durchhalten der Kriegsanstrengungen an der Heimatfront bentzt werden, muss man da wohl durch. Mehr als patriotische 3 Punkte muss mann aber nicht vergeben. Zum Thema gibt es differenziertreres und ehrlicheres.