Review

Inhalt:

"Wild Date Peak" in China, während einer hochmittelalterlichen Epoche.
Die Banditen der "Village Tigers" um ihren Anführer Hu Jiao (Wong Hap aka Wang Hsieh) sind in der Stadt die vorherrschende Macht.
Hu Jiao steht nur noch der rechtschaffene Ba-Clan im Wege..., und dieser hat 2 Achilles-Versen..., die sich Hu Jiao zu Nutze machen will, um in der Stadt uneingeschränkt zu bestimmen...:

Das "Schwarze Schaf" im Ba-Clan ist der willensschwache Ba Jie (Tung Li), der bei den Raubzügen der "Village Tigers" mitmacht. Wieder wird ein Silber-Treck überfallen..., und Ba Jie agiert hier mit.
Jedoch wird der Raubzug durch seine Schwester, die "9th Miss" (Shu Pei-Pei) des Ba-Clans, unterbunden..., die Banditen in die Flucht geschlagen...!

Die 2. Achilles-Verse des Ba-Clans ist Luo Hong-Xun (Yue Hua). Dieser ist mit Bao Ying Hua (Karen Yip Leng-Chi), der Tochter des mit dem Ba-Clan verbündeten Hero Bao (Tung Lam) verlobt, und er erreicht nunmehr die Stadt mit seinem Pferd.
In Luo sieht Hu Jiao die Chance, den Ba-Clan und die Baos gegeneinander für seine Zwecke auszuspielen!

Ba Jie nimmt an einem zweiten Raubzug teil...., doch diesmal ist es Luo Hong-Xun, der diesen Raub verhindert.
Ba Jie wird im Kampf verletzt..., und dies nutzen die Verbrecher aus: Ba Jie wird vergiftet..., und ein mit seinem Blut geschriebenes Banner, auf dem steht: "Luo Hong-Xun hat mich getötet!"..., soll mitsamt seiner Leiche auf seinem Pferd den Ba-Clan erreichen!

Das Oberhaupt des Ba-Clans, Grandma Ba (Ng Wai), ist außer sich! Sie will den Tod ihres Enkels gerächt sehen..., und Luo soll dieser Rache anheim fallen!
Durch die Vermittlung des Hero Bao kann jedoch Grandma Ba überzeugt werden, dass Luo nicht der Mörder sein kann..., da Ba Jie vergiftet worden sein muss!

Letztendlich nehmen "9th Miss" und Luo Hong-Xun die Ermittlungen auf..., und die Spur führt natürlich zu den "Village Tigers" und Hu Jiao.
Dieser hat seine Gang jedoch mit Martial-Arts-Experten (Hoh Gong, Wang Han-Chen, Li Min-Lang und Lee Ho) um den brutalen Jin Ling (Chan Shen) verstärkt!

Es kommt zum groß angelegten und blutigen Show-Down.....


Fazit:

Im Jahre 1974 drehten die Regisseure "Griffin" Yueh Feng und Wong Ping diesen atmosphäregeladenen, so einfachen wie brillant umgesetzten Abenteuer-Eastern..., mit kurzer Laufzeit (79 Minuten) und vielen Fights für das Studio der Shaw Brothers in Hongkong.

Der Streifen hat eine wunderbare Abenteuer-Atmosphäre mit vielen Außenaufnahmen in denen in pittoresker Landschaft inmitten weiter grüner Täler die Protagonisten zu passender Musik reiten..., sowie im Außen-Dorf der Movie-Town der Shaw Brothers oder deren gepflegten Indoor-Sets durch die Regie eine kurze, stringent umgesetzte und spannende Story ansiedelt ist! Der Mix hinsichtlich der atmosphärischen Out- und Indoor-Sets ala Shaw Brothers MACHT´s hier..., keine Frage!

Schnörkellos gehen die Regisseure den Plot an..., setzen diesen atmosphärisch dicht um..., entwickeln aus bunten Figuren und vielen kernigen Kämpfen einen äußerst interessanten und auch visuell reizvollen Eastern..., der von der ersten Sequenz den geneigten Fan des Genres und des Studios unterhält.
Die Story ist einfach..., ein Gangster-Boss will durch eine raffinierte Intrige die Rechtschaffenen eines Ortes los werden. Da dieser Eastern aber auf so vielen anderen Ebenen so wunderbar funktioniert..., fällt der simple Plot nicht so sehr ins Gewicht.

Die Atmosphäre dieses schönen Easterns..., abgerundet durch die Kostüme und klare Bilder..., und die Musik passt auch immer gut..., insbesondere in diesen Szenen, als die Protagonisten unter stahlblauem Himmel durch die weiten Täler mit Felsen im Hintergrund reiten. Weiterhin lebt dies alles natürlich auch durch die Figuren und die Gewalt..., die sich explizit zum Ende hin entlädt.

Gibt es hier eigentlich eine Haupt-Figur? Nun, man sollte meinen, dass der im Cast zuerst genannte und ja auch irgendwie eine Schlüssel-Rolle einnehmende Yue Hua hier die Haupt-Person wäre. Nun ja..., eigentlich sticht niemand so recht aus diesem Ensemble hervor. Es ist insgesamt eine Ensemble-Leistung..., die Akteure agieren im Verband gut..., es braucht hier eigentlich keinen Darsteller, der das alles weitestgehend alleine tragen würde.
Dennoch macht Yue Hua seine Sache soweit gut, eher ruhig und abgeklärt agierend..., das war von einem so erfahrenen und ja so oft überzeugenden Eastern-Schauspieler wie ihm auch nicht anders zu erwarten.

Wong Hap (aka Wang Hsieh) ist hier der Ober-Villain..., typisch agiert hier in diesem Rollenbild. Durch und durch verschlagen und böse.
Um ihn herum vor allem in der finalen Phase..., Kampf-Experten, an der Spitze dieser, der wie gewohnt bärbeißige Chan Shen.

Fast wichtiger noch als die Männer dieses Casts..., sind hier die Damen: Shu Pei-Pei..., die bildhübsche Actrice, sie agiert als etwas hitzköpfige Peitschen-Fighterin..., da sticht sie im Ensemble denn doch etwas hervor!
Karen Yip Leng-Chi steht ihr in Punkto Schönheit in nichts nach..., und auch sie fightet überraschend agil mit.
Dann ist hier noch in einer kleinen Nebenrolle die bildschöne Yue Fung mit dabei. Das rassige chinesische Starlet, würde ich sie von der Bettkante schubsen...., ja, wenn ich eine Doppel-Ehe mit Felicia Pochhammer und Katja Wunderlich führen würde... ;-) (meine Frau Tina mag mir verzeihen....).
Auf hkmdb.com sind im Cast dieses Eastern noch unglaublicher Weise Sammo Hung und gar Jackie Chan als Clan- bzw. Banditen-Mitglieder gelistet..., entdeckt habe ich sie nicht.

Dieser Eastern erhält die richtige Würze natürlich noch durch reichlich Martial-Arts-Action!
Es wird vor allem am Schluss..., in einem fast 20-minütigen Endkampf heftig gefightet. Dieser Endfight ist natürlich somit groß angelegt und der Body-Count ist entsprechend hoch.
Die Action ist exzellent in Szene gesetzt..., das sind kernige, intensive Fights..., in dieser wie erwähnt starken Atmosphäre eines Abenteuer-Eastern ala Shaw Brothers.

Diese Fights sind aber auch gut mit den verschiedenen Kampfstilen des WuShu mit etwas KungFu durchmischt. Swordplay herrscht vor..., doch auch mit Sticks und Lassos wird agil gekämpft. Hand to Hand..., eigentlich nur zwischen Yue Hua und Wong Hap im Endfight..., doch auch die WuShu-Fights sind sehr oft mit einzelnen KungFu-Tritten und -Schlägen mit offener oder geschlossener Hand entsprechend aufgehübscht!

"Village of Tigers" ist typisches Eastern-Kino ala Shaw Brothers in der Zeit zwischen 1971-1975..., mit einer Story aus dem Baukasten, dichter Abenteuer-Atmosphäre und so blutiger wie intensiver Martial-Arts-Action!
Dafür gibt es souverän erreichte 8/10 Punkte von mir!

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