China, zur Zeit der Ming-Dynastie. Master Glutton (Ga Hoi) ist ein wahrer Meister des Kung Fu, er entwickelte aus den Techniken der Shaolin sein eigenes, unvergleichliches Kung Fu, den Glutton-Stil.
Einst war Master Glutton auch ein herausragender Koch, am Hofe des Kaisers. Er kreierte das Gericht der "12 Kostbarkeiten, und servierte dieses Mahl der Kaiserin (Chang Ping-Yu).Doch im Essen befand sich eine kleine Stahlkugel, und die Kaiserin verlor dadurch einen Zahn. Dadurch fiel Master Glutton in Ungnade, doch blieb eine Hinrichtung aus. Glutton und seine Köche wurden lediglich vom Hof verbannt.
Eingefädelt wurde diese Intrige von seinem Rivalen bei Hofe, Chin Chu (Chen Shan), doch ging dieser von der Hinrichtung Gluttons aus. Aus Rache tötete Chin Chu fast die gesamte Familie Gluttons, und dieser findet die Leichen zu Hause vor. Nur sein Enkel, Tan Tan ("Jacky" Chen Shao Lung) überlebte. Glutton nahm Tan Tan mit auf´s Land, zog ihn groß, und lehrte ihm die Technik des Glutton-Stils. Doch Tan Tan, mittlerweile erwachsen, er macht nur Ärger, ist noch ein Hallodri und bummelt rum. So richtig beherrscht Tan Tan das KungFu seines Großvaters noch nicht.
Chin Chu sucht indes Glutton, als stets unerkannter Kämpfer, tötet er viele Männer, die er für Glutton hält, oder ihm in die Quere kommen.
Auch 2 Gangster (Cheng Sai-Gang, Mau Ging-Shun) engagiert Chin Chu, die ihm bei der Suche helfen sollen, auch diese Männer haben viele Unschuldige auf dem Gewissen.
Als die Gangster auch Chou (Yu Chung-Chiu), den Onkel von Tan Tan, töten, muss Glutton seinen Enkel in die Vergangenheit einweihen, dass Chin Chu auch seine Eltern bei diesem Massaker einst brutal tötete. Nunmehr wird es für die beiden äußerst gefährlich. Es ist nun an der Zeit, das KungFu-Training für Tan Tan zu intensivieren, ihn zu einem stahlharten Fighter zu machen.Es kommt zum Kampf der beiden, gegen die Schergen ihres Feindes.
Danach kombiniert Tan Tan deren Techniken im Training mit denen seines Großvaters. Chin Chu ist Glutton auf der Spur, stellt ihn, und verletzt ihn schwer.
Es kommt zum erbarmungslosen Show-Down zwischen Chin Chu, dessen Technik die "Todeszange der Cobra" ist, und Tan Tan.., zum blutigen Duell auf Leben oder Tod.....
Fazit:
Im Jahre 1979 drehte Regisseur Ting Chung für das kleine Label "Great China Film Co.", diese insgesamt flotte, unterhaltsame KungFu-Komödie ab.
In der typischen "Wald- und Wiesen"-Atmosphäre einer kostengünstigen Eastern-Komödie, in angenehm hell-klaren Bildern gehalten, konzipierte die Regie eine durchdacht-schlüssige Story. Es geht mal wieder um Rache, ein Enkel rächt seine getöteten Eltern, und der Großvater, ein Meister im KungFu mit eigens entwickelter Technik, sorgt für den Schliff des angehenden Rächers. Dieser ist erst mal ein Hallodri, stellt nur Unsinn an und macht Ärger. Erst mit der Zeit nimmt sein Charakter ernstere Züge an, als dieser von der Vergangenheit erfährt, endlich richtig KungFu lernt, und in ein verbissenes Training mit seinem Opa einsteigt. Also eine typische Heldenfigur solcher KungFu-Komödien.
Und das ist so ein wenig die Schwäche dieses Films, die aber wiederum typisch ist, für Filme dieses Sub-Genres. Der Held dödelt erst mal rum, die Comedy ist einmal mehr peinlich, und die Synchronisation tut hierzu leider ein übriges ("Klau doch im Supermarkt", "Ich besorg dir ´ne Aspirin", usw.).
Das gehört leider zum Aufbau solcher Streifen, bevor es durch einen Villain, der ein brutaler Mörder ist, und keinerlei Spaß versteht, für den Helden und seinen Großvater, Ausbilder und Mentor, denn richtig ernst wird. Und da ziehen Ausbildung, und die Anzahl und Härte der Fights denn erwartungsgemäß denn deutlich an.
An sich ist die Storyline aber schon gut umgesetzt, durch Rückblenden werden Held und Betrachter so nach und nach in Kenntnis gesetzt, und das Rache-Schema denn auch ein bisschen variiert. Also kein so reiner "Du hast meinen Meister/Vater getötet, stirb!"-Plot. Das konnte durchaus gefallen, wenngleich die Comedy -inklusive Gesicht/Hintern im Kuhfladen- mal wieder ein Flop ist.
So kann denn vor allem die letzte halbe Stunde dieses auf 85 Minuten angesetzten Eastern-Streifens voll überzeugen. Ein Training von Enkel und Opa, choreographiert wie ein Pas de deux, später dann Chen Shao Lung alleine im innovativen Training mit den Bambusstangen, und dann richtig rassige, blutige, intensive KungFu-Action. Erst der Fight zwischen den beiden und den Schergen des Villain, mehr kann man aus einem Kampf 2vs2 nicht rausholen.
Ein blutiger, harter Fight, auch mit innovativen Moves, und mit brutaler Tötung zum Schluss. Das finale Duell Chen Shao Lung vs Chen Shan ist natürlich das Highlight hier: Ein hochintensives, blutiges Messen, ein knallharter KungFu-Fight, dramatisch und spektakulär. Die letzte halbe Stunde kommt der Film auf Touren, und wird zum kernigen KungFu-Actioner.Chen Shao Lung hat hier die Hauptrolle inne, seine Figur entwickelt sich ganz typisch vom arrogant-verzogenen Hallodri hin zum ernsthaften Rächer, zum knallharten Fighter. Er spielt das mitunter etwas überzogen, aber auf das Darstellerische kam es hier nicht so an.
Ga Hoi ist seine Opa und Sifu in einem. Ärgert sich über seinen undisziplinierten Enkel und Schüler, wirkt bärbeißig und genervt. Dann kriegt er mit Umsicht und Härte seinen Schüler zur Räson gebracht. Ga Hoi spielt das solide und routiniert.
Chen Shan ist der brutale Villain, agiert zumeist unerkannt, ist natürlich skrupellos, grausam, und tötet fast wahllos. Chen Shan spielt dies mit stereotyper Mimik, stets Wut und Mordlust ausstrahlend. Es kam darauf an, dass er im Finale ein Gegner ist, der dem Helden aber auch wirklich alles abverlangt, und das vermag er und seine Figur.Wu Ma und Lee Kwan als schusseliger Haushofmeister eines Gouverneurs, sie sind die Gaststars dieser Produktion. Cheng Sai-Gang und Mau Ging-Shun als Schergen des Villains, sind sie für Brutalitäten und vor allem für den Vierer-Fight vor dem End-Duell verantwortlich. Das machen beide gut. Die so reife wie attraktive Chang Ping-Yu hat einen Kurzauftritt als Ming-Kaiserin, ansonsten verzichtete man auf gehaltvolle weibliche Rollen denn ganz.
Die Synchronisation ist bis auf eine paar zu lockere, unpassende Sprüche -siehe oben- im wesentlichen überzeugend. Der Soundtrack, diese heroische Musik, oft in Eastern gehört, untermalt einmal mehr das Training und den Endkampf gelungen. Ansonsten klaut man weiter die Musiken zusammen, Morricones Score aus "Spiel mir das Lied vom Tod" ist nur einmal kurz zu hören. Nichts gegen das tolle Stück von Ennio, aber es verstört natürlich den Betrachter, der sowas in einem Eastern nicht erwartet.
"Of cooks and kung fu" ("Der Todeshauch des goldenen Drachen") ist eine insgesamt flotte KungFu-Komödie, die den geneigten Fan des Genres mehr als passabel unterhält. Sie hat ihre Schwächen, doch werden diese in der letzten, fulminanten halben Stunde mehr als wettgemacht.7,5/10.