Die Geschichte von drei "Aussenseitern":
Teruo (YosiYosi Arakawa) ist Ende zwanzig und ein Träumer. Er arbeitet Teilzeit als Gärtner und verbringt den Rest der Zeit im Second-Hand-Buchladen seines Vaters. Teruo liebt es, Leute bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu erschrecken. Sein Zimmer ist voll von selbstgebastelten Monstern und Horror-Gimmicks, und sein größter Traum ist die Eröffnung eines Horror-Themenparks.
Teruos bester Freund Hisanobu (Yoshinori Okada) arbeitet als Manager in einem Krankenhaus. Er ist vor allem dem weiblichen Personal gegenüber äußerts höflich, zuvorkommend und nett. So sehr, dass er irgendwann von seinem Chef an den Kopf geworfen bekommt, er würde das nur tun, um vor den Leuten gut dazustehen und gemocht zu werden. Bald trifft er jemanden, der ein Vorstellungsgespräch bei ihm hat, und zwar:
Akari (Yoshino Kimura), eine junge Frau, die nicht nur sehr zurückhaltend und verschüchtert ist, sondern auch noch ausgesprochen tollpatschig. Doch Hisanobu mag sie irgendwie und stellt sie ein, auch wenn es nun immer wieder peinliche Situationen gibt, weil sie ständig etwas vermasselt. Sie kriegt nicht einmal ein Päckchen Taschentücher auf und bricht sich sogar beim Drücken des Aufzugsknopfes den Finger. Schließlich kündigt sie von selbst.
Hisanobu sucht sie Zuhause auf, weil er ihr helfen möchte. In ihrer Wohnung sieht er Unmengen von Gemälden und Büchern, was ihn auf die Idee bringt, sie Teruo vorzustellen - dessen Vater, der immer nur stoisch vor sich hin lebte, hat sich nämlich Hals über Kopf auf einen Selbstfindungstripp begeben, weshalb Teruo nun Hilfe im Buchladen brauchen könnte. Und wie zu erwarten wirft auch dieser ein Auge auf Akari. Dummerweise wirft Akari wiederum ein Auge auf einen Stammkundes des Bücherladens.
fine, totally fine ist der erste Film von Yosuke Fujita, der in Japan durch die Comedy-Theatergruppe Otona Kikaku recht bekannt geworden ist. Uns seine Art, einen durchaus komischen Film zu drehen, dessen Figuren dennoch menschlich und sympathisch sind, kann sich sehen lassen. Die Gags sind teils schräg, aber nie zu abgehoben, um den Film aus der Realität zu reissen. Die Situationskomik lässt einen schmunzeln, und ein paar Lacher sind mir auch tatsächlich rausgerutscht (Schuld daran war vor allem die knuffige Akari).
Was sich auf den ersten Blick wie eine Liebeskomödie anhört, ist (für mich) viel eher ein Film über Selbstfindung. Über die Frage, was man eigentlich vom Leben erwartet. Trotz der vielen komischen Momente strahlt der Film eine angenehme Wärme aus, hat ein Herz für seine Aussenseiter. Doch schafft er es auf schöne Weise, selbst traurige oder Nachdenkliche Momente wieder mit einem Lachen enden zu lassen. Fujita hat ein gutes Gespür für Timing und versteht es, den Zuschauer für sich zu gewinnen. Man sollte ihn im Auge behalten.