"Das ist mein Boss. Jonathan Hart. Ein Selfmade-Millionär. Der hat Nerven. Das ist Mrs. Hart. Eine traumhafte Frau. Einfach toll. Übrigens: Ich heiße Max. Ich kümmere mich um die beiden, und das ist gar nicht so einfach, denn ihr Hobby ist mörderisch."
Typisch die Neureichen, kaum haben die Leute zuviel Kohle in der Tasche, wenden sie sich exzentrischen Freizeitaktivitäten zu. Selbiges gilt auch für unser Musterehepaar Jonathan und Jennifer, die ständig ihre Nasen in fremde Angelegenheiten stecken müssen und als leidenschaftliche Hobbydetektive so von einem Kriminalfall in den nächsten stolpern.
Dabei könnte das Leben in der dicken Villa in Beverly Hills so gemütlich sein. Jonathan ist Chef von Hart Industries, hat mehr Kohle als er je in seinem Leben essen und verdauen kann, während sie eine erfolgreiche freie Journalistin und heißer Feger ist (in die ich als Jugendlicher heimlich verknallt war und eigentlich nur deshalb oft reingeschaut habe). Tja, fragt man sich nur warum da noch keine Kinder in die heile Welt gebohrt wurden Komplettiert werden die beiden vom treuen Butler Max mit der markanten Reibeisenstimme und einem Fußabstreiferköter mit dem Namen Friedwart (heißt im Original Freeway, ist zwar auch doof, aber nicht ganz so). Die Abenteuer die dann für jeweils eine Dreiviertelstunde kommen, sind jedoch an Harmlosigkeit kaum zu überbieten. Passieren tut eigentlich niemanden was, der jeweilige Schuft wird mit Humor unblutig kaltgestellt und das permanente Dauergeflirte der beiden Harts kann schon fast als Zuckerkrankheit diagnostiziert werden. Insgesamt bleibt eine mäßig aufregende TV-Serie ohne bleibende Erinnerungswerte, die zwar seicht unterhält, aber niemanden vom Hocker dengelt. Nach gerade mal fünf Staffeln und 110 Folgen war dann auch Feierabend, mich wundert nur das später noch ein ganzer Wust an Spielfilmen mit den beiden gedreht wurde.
5/10