Was macht die clevere Privatdtektivin und moderne Geschäftsfrau in Fernsehserien aus den 80ern, wie hier Laura Holt, wenn ihre gegründete Detektektei finanziell einfach nicht laufen will? Genau, sie erfindet einfach einen fiktiven Geschäftsführer, nennt ihr Büro um in "Remington Steele Investigations" um und siehe da der Laden brummt. Das sich kurz darauf en Mann mit ebenjenem Namen bei ihr meldet kommt unerwartet und könnte jetzt zu einer peinlichen Situation führen, alerdings arrangiert man sich und wenn er schonmal da ist, wird dann auch tatsächlich eine geschäftliche Partnerschaft aus der Taufe gehoben. So lernen sich die beiden Protagonisten kennen und erledigen zwischen 1982 und 1987 in 94 jeweils einstündigen Episoden als dynamisches Powerduo ihre Fälle. Aus der Tatsache das Reminton Steele natürlich keineswegs Remington Steele ist, macht die Serie ein großes Geheimnis, aber sein wirklicher Name oder wenigsens seine Herkunft werden nie aufgeklärt. Schade eigentlich, hätte sicher alle Zuschauer sehr interessiert.
Die Serie an sich nimmt sich dabei selber nicht zu Ernst, ständig turteln und gurren die beiden und wie es halt so ist, am Ende kriegen sie sich doch. Vom Ablauf hat mich die Reihe immer irgendwie an "Hart aber herzlich" erinnert, pausenloses flirten, Fälle werden mit Carme und scharfer Zunge gelöst, anstatt durch rohe Gewalt und am End gibts nen scherzigen Epilog. Genau diese Eigenschaften des süffisanten Scharmbolzen konte Pierce Brosnan hier schonmal für seine spätere Auftritte als James Bond tranieren. Insgesamt biete die Serie aber genau das, ein schlagfertiges Detektiv Duett, das die Zuschauer mit einem Gefühl der Leichtigkeit entläßt. So eine Art Easy Leastening unter den Krimiserien einer Zeit in der es noch Raider und Videocassetten gab.
6/10