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Jason Statham ist für mich vom Alter und von der Bekanntheit her scheinbar auf dem Höhepunkt seines Erfolges angelangt. Transporter (2002) war zwar nicht sein erster Film, aber ihm auf den Leib geschrieben. Nach einigen Jahren als Turmspringer im British National Diving Team, Schwarzmarkthändler nachgemachter Uhren in London, sowie Model für Kleidung, lernte er erst mit 26 Jahren Guy Ritchie kennen, mit dem er 1998 Bube, Dame, König, grAs und zwei Jahre später Snatch drehte.

In Death Race konnte man schon seinen gestählten Oberkörper bewundern, den er sich extra dafür antrainiert oder vielmehr abgehungert hatte. Mit angeblich nur 4% boddy fat ist er für uns Video-Coach-Potatoes natürlich unerreichbar. Dazu ist Statham ein versierter Martial Arts Kämpfer und macht Stunts im Allgemeinen selber. Das trifft auch auf die Auto-Stunts zu.

Aber Jason, du Held, du, unser starkes Vorbild, wieso fährst du deinen BMW nicht mehr? Schon James Bond im Serien-Ford und jetzt du wieder mit 'nem Audi... Wir wollen doch in Filmen noch ein bisschen träumen können: Maserati, DB9, ein Raketenauto, aber nicht schon wieder übertriebenes Product-Placement wie in I, Robot!

Ansonsten, solide Story, mehr Kampfszenen als in den ersten beiden Teilen, wenn auch nach altbekanntem Muster. Ungesehene, ungewöhnliche Autoverfolgungsjagd im höchsten Stil, da fließt viel Erfahrung u.a. aus Taxi 1/2/3/4 ein. *Sein* Auto kann jetzt auch schwimmen und Eisenbahn fahren, das bereichert das Filmerlebnis. Das explodierende Armband, die Liebesgeschichte, die Hintergrundstory, alles nur Beiwerk für Achterbahnkino und Rap-Musik. Die Schauspieler sind eine gute Wahl, der deutsche Tüftler, das ukrainische Mädchen, der französische Kommissar, sie alle sorgen zusammen mit dem britischen Hauptdarsteller dafür, das Europa ein Stück näher zusammenrückt. Der fiese Gegenspieler übertrumpft sogar Statham mit seiner kühl-kalkulierenden Art. Ich fands gelungen.

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