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Mit seinem Regie - Erstling "Vidocq" präsentiert uns Special - Effects Maniac Pitof (u.a. Alien 4) eine wilde Mischung aus Thriller, Horror, Mystery und Comicstrip. Von der ersten Minute an fällt auf, dass man sich nicht in einem Hollywoodfilm befindet.

Der Film spielt im Frankreich des 19. Jahrhunderts. Ein mysteriöses Phantom, genannt "der Alchemist", wird für eine Reihe von Morden verantwortlich gemacht. Fest entschlossen, den Mörder dingfest zu machen, begibt sich Ex- Polizist Vidocq auf die Spur des Alchemisten.

Mehr zu verraten, würde dem Film die Spannung rauben, lebt er doch letztendlich von der mehr als überraschend ausgefallenen Auflösung.
Pitof macht seine Sache über weite Strecken gut, indem er es schafft, eine surreale Atmosphäre zu schaffen, die den Zuschauer unweigerlich in ihren Bann zieht. Allerdings gibt es im Verlauf des Films immer wieder Einbrüche in der Kameraführung zu verzeichnen, die das Gesamtbild nicht unerheblich schmälern. Auf der einen Seite sind da die fantastischen Aufnahmen der Stadt und des Himmels, auf der anderen Seite wirken manche Close - Ups auf die Gesichter der Darsteller wie Szenen aus einer Fernsehproduktion. Zudem ist ein Großteil der Martial Arts Sequenzen schlicht und einfach so hektisch gefilmt, dass man nichts mehr erkennen kann.
Das hört sich jetzt vielleicht zu negativ an, denn über weite Strecken weiß "Vidocq" auch zu überzeugen. Gerard Depardieu nimmt man die Rolle des fanatischen Jägers ebenso ab, wie den üblichen Schauspielern ihre Figuren.
Die musikalische Untermalung trägt ebenfalls ihren Teil zur düsteren Atmosphäre des Films bei. Ein ums andere Mal wurde man an Danny Elfmans genialen Soundtrack zu Batman erinnert. Besonders die Szene, in welcher der Alchemist und Vidocq das erste Mal aufeinandertreffen, ist nicht zuletzt durch die Musik geradezu bombastisch ausgefallen.
Als gelungen kann man auch die Auflösung bezeichnen, ist sie doch alles andere als vorhersehbar.
Alles in allem ein mehr als durchschnittliches Debüt. Freunde des fantastischen Films sollten ruhig mal ein Auge riskieren.
6/10 Punkten

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