Regisseur Pitofs Erstlingswerk "Vidocq" beeindruckt den Zuschauer mit einem visuellen Feuerwerk in einer geschickten Mischung aus "Pakt der Wölfe" und "From Hell".
Die neue digitale Filmtechnik die beim Dreh zum Einsatz kam, zaubert Bilder von gestochener Schärfe, Himmel in surrealen Farben, Kamerafahrten durch finstere Gassen und riesige Plätze, Kampfszenen von genialer Ästhetik und somit eine Atmosphäre die einen in die bizzare Welt von Vidocq eintauchen lässt.
Trotz der aufwendigen Optik des Films kommt es nicht zum befürchteten visuellen Overkill, der den Film zu einem Computergezappel ala "Star Wars - Episode 2" degeneriert.
Denn neben all dem Wert den der Film auf "Style" legt, kommt auch die Geschichte nicht zu kurz, die zwar keine großartige Innovation darstellt, aber durch ihre elegante Erzählweise zu überzeugen weiß.
Getragen wird das ganze zudem von einem erstklassigen Schauspieler-Ensemble, allen voran der hervorragende Guillaume Canet der schon in "The Beach" von Trainspotting-Regisseur Danny Boyle überzeugen konnte.
Aber auch die anderen Schauspieler (u.a. Gerard Depardieu als eigensinniger Detektiv Vidocq) finden sich sehr gut in ihren Rollen zurecht und hauchen der Geschichte auf überzeugende Art und Weise Leben ein.
Bleibt nur zu hoffen, dass wir von Herrn Pitof noch ein paar weitere Film zu sehen bekommen und er auch in Zukunft dieses Maß an Qualität halten kann.
"Vidocq" ist eine weitere Warnung in Richtung Hollywood, denn innovatives Kino entsteht zur Zeit nicht im verstaubten Studio-System der Traumfabrik, sondern wird im kreativen Feuer Frankreichs geschmiedet. Mehr davon...