Camp Blood
Also Ehrlich,
dieses "Machwerk" kann man alles andere, als einen vernünftigen Film bezeichnen. Gleich zu Anfang versprüht der Film einen:
"das schlechteste Heimvideo des Jahres"-Charme, der seinesgleichen sucht.
Zur Geschichte:
2 Männlein, und 2 Weiblein wollen ein Wochenende in einem abgelegenen Wald, nahe einem alten, heruntergekommenen Feriencamp mit Zelten verbringen.
Dazu heuert man sich eine ortskundige Führerin (wozu'n'das ?) an, wodurch sich die Anzahl der möglichen Opfer schonmal auf 3 Weiblein, und 2 Männlein (also insges. 5) erhöht.
Zuvor wird aber noch ein völlig unbekanntes Pärchen beim üblichen "Liebhaben" niedergemeuchelt, was auch nicht weiter tragisch ist, denn die zukünftigen Opfer sind ja schon angekommen, und werden gleich bei einer lustig, gemütlichen Runde beim Lagerfeuer mit den örtlichen gepflogenheiten in Form eines mordlustigen Typen in einer Clowns-Maske vertraut gemacht.
Einer nach dem anderen segnet dann das Zeitliche mit mehr (oder vielmehr weniger) gut gemachten Gore-FX der Marke: "Bad Taste".
Soviel zur Geschichte.
Was sich erstmal so ähnlich wie etwa: "Freitag der 13." anhört (alle Fans des eben genannten Films, ich eingeschlossen, mögen mir bitte die bloße Erwähnung desselbigen hier verzeihen), entpuppt sich als grottenschlechtes Slasher-Movie dessen Laiendarsteller (!) ebensowenig Ahnung vom Schauspielern haben, wie der Regisseur und Drehbuchautor vom Filmemachen.
Eine gewisse Ähnlichkeit zu einem sehr frühen Werk von "Peter Jackson" lässt sich nicht absprechen. Aber den "Kultstatus" von eben jenem, erreicht dieser Film mit, an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, nie.
Der Film wirkt wie ein Homevideo; angefangen von den Laien-Schauspielern, über die Beleuchtung, bis zur Kameraführung, und überhaupt die ganze Story ist ("amkopfkratz") dümmlich, ohne Ende.
Einzig die Musik wirkt recht professionell, und könnte durchaus einem "normalen" (und damit guten) Horrorfilm das Wasser reichen, auch wenn diese völlig deplaziert im Film eingesetzt wird.
-Also wenn man das mieserable Bild mal abschaltet, und sich NUR die Musik "reintut", könnte man meinen einen wirklich guten Horrorfilm-Soundtrack zu hören.
Vergleichen lässt sich dieser Streifen eigentlich nur mit: "Bad Taste" (wobei mir Fans dieses Films vermutlich, wegen der bloßen Erwähnung, auch gleich an die Gurgel springen würden...), der eine ähnliche Machart aufweist.
Wer einen "Kultfilm" der Güte: "Wir drehen jetzt ein Heimvideo, und das Verkaufen wir dann als Film" erwartet, ist hier fehl am Platz. Ebenso die Fans einschlägiger Horrorfilmserien (Titel s.o.; aus Pietätsgründen hier nicht nochmal genannt) werden bei diesem Film maßlos enttäuscht.
Fazit:
Diese DVD ist nichtmal die 4,95 EUR Wert, die ich dafür hingelegt habe (selbst Geschenkt wäre noch zu teuer). Der Film hat (bis auch die Ketchup-Gore-Effekte; naja, eigentlich nichtmal die) nichts mit einem guten Horrorfilm zu tun !
-Ich kann mich erinnern mal im Schullandheim in einem ähnlichen, selbstgedrehten Heim-Video-Film mitgewirkt zu haben (das Ergebnis davon sollte besser niemals niemand jemals zu Gesicht bekommen...).
Also Freunde des gepflegten Horrorfilms:
drückt dieses Schundwerk in die Tonne, und behaltet eure 4,95 EUR; oder legt nochmal etwas drauf, und holt euch den einzig wahren, richtig vernünftigen Feriencamp-Horror-Slasher: "Freitag, der 13.".