Freunde von Streifen wie „Scream“werden an diesem Streifen möglicherweise keinen Gefallen finden,denn bei „Camp Blood“handelt es sich um einen Amateurslasher,der nur für Fans trashigen Humors empfehlenswert ist.
Vier Jugendliche und eine Führerin wollen im Gebiet des „Camp Blackwood“zelten.Am nächsten Morgen schlagt ein Killer mit Clownsmaske erbarmungslos zu und dezimiert die Truppe von Campern.
Soweit die dünne Handlung,die recht billig aber sehr charmant in Szene gesetzt wurde,was dem Streifen insgesamt eine positive Tendenz verschafft.
Die Darsteller sind für einen Amateurfilm gar nicht mal so schlecht und auch einige Splattereffekte,wie ein großes Messer in der Stirn,können sich durchaus sehen lassen.Oberhalb dieses Niveaus ist der Score einzuordnen,der mit einfachen Mitteln wie Piano mit Hall und tiefen Streichern Suspense verbreiten kann.
Natürlich hat man für die Story sämtliche Slasherklischees bemüht,wie einen skurrilen Mann mit der typischen“gehen-sie-bevor-es-zu-spät-ist“-Leier oder den ausgedehnten Gruselgeschichten am Lagerfeuer.
Aber spätestens ab Minute 48,wenn der Clownkiller auf die Dumpfbacken trifft,schaltet man in Sachen Tempo einen Gang hoch,was auch (un)freiwillige Lacher mit sich bringt,wie eine flüchtende Frau,die deshalb so langsam wegrennt,damit ihr die preiswerte Kamera des Amateurregisseurs auch folgen kann.
Definitiv ein Partyfilm,den man mit Freunden sehen sollte,die nicht unbedingt auf teure Optik stehen und sich an einfachen Stilmitteln und schön naiv-doofen Begebenheiten erfreuen können.
6 von 10 Punkten