Review

Eins vorweg: Jaaa, Camp Blood, das ist eigentlich der Spitzname für das Camp Crystal Lake aus der FRIDAY THE 13TH-Reihe, womit auch schon geklärt wäre, wo der zu besprechende Film so herumwildert...
Wie auch immer: In CAMP BLOOD campen vier Städter unter Anleitung im selben Wald, in dem ein Killer mit Clownmake unterwegs ist.
Tja, mehr muss man zur Story gar nicht sagen, da werden eh nur sämtliche Slasher-Klischees zelebriert, die einem in den Sinn kommen, vom durchgeknallten Einheimischen, der die Neuankömmlinge warnt, über False Scares, POV-Shots, Boob Shot und Rammeleinlage bis hin zu den stereotypen Charakteren (das Arschloch, der Vernünftige, die blonde Schlampe, das übersensible Final Girl, etc.) . Alles allthergebracht und hübsch vorhersehbar, manchmal aber sogar ganz spassig, jedenfalls bis zum letzten Filmdrittel, wo zum einen das Final Girl durch sein ständiges Rumgeheule die Nerven des Zuschauers fürchterlich strapaziert und die Story zum anderen richtig blöd wird: Da trägt beispielsweise der Mörder-Clown die Blondine fort, ohne dass die anderen irgendwas unternehmen würden, obwohl der Killer sichtbar unbewaffnet ist, durch seine Last eh behindert würde und den anderen zudem ein Messer zur Verfügung steht. Begnadete Hirnakrobaten waren da nicht am Werk. Und schlussendlich sind die Identität des Täters sowie der Schlusstwist einfach nur noch beleidigend doof. Solche Kopfpatsch-Momente helfen etwas über die dröge Inszenierung hinweg, aber schlussendlich nimmt die Langeweile halt doch überhand.
Gefilmt wurde auf Video, was entsprechend hässlich aussieht; Kameraführung und Schnitt sind ein einziger Krampf (naja, Amateure halt) und manch eine Szene dauert länger, als es nötig wäre; die Effekte beschränken sich auf etwas Kunstblut und einen (zugegeben recht netten) "angebrannten" Dummy. Die Filmmusik ist ganz stimmig (zumindest, bis man das gleiche Thema etwa zum tausendsten Mal gehört hat), ich werd allerdings das Gefühl nicht los, dass ich die irgendwo schon mal gehört habe. Die Schauspieler sind akzeptabel (eben bis auf das Final Girl, die blöde Heulboje) und zumindest ein Paar Brüste wird uns gegönnt.

CAMP BLOOD ist teilweise ganz unterhaltsam, wird gegen Ende aber zunehmend schmerzhaft und kann insgesamt keinesfalls überzeugen. Nicht zu empfehlen...

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