Review

Eine Gruppe junger Erwachsener, die einen Campingausflug im Wald macht, wird von einem Killer gejagt und einer nach dem anderen abgemetzelt. Das kennen wir doch irgendwoher? Dazu kommt noch, dass einige Legenden von dem Killer einen verjährten Mordvorfall schildern, weshalb die Leute den Campingplatz, der eigentlich Camp Wood hieß, mit roter Farbe aber zu Camp Blood wurde, meiden und sich vor ihm fürchten. Die Campinggruppe lässt sich hiervon natürlich nicht abschrecken, bis sie Bekanntschaft mit dem schwarz gekleideteten irren Mörder, bestückt mit einer Clownsmaske und einer Machete machen und das ganze zu einem "spannenen und durchgedrehten" (Covertext) Alptraum wird. Und ja, es ist ein Alptraum...

Ich bin ein Fan von Amateur-Streifen und auch von billigen Splatterproduktionen und deshalb war es auch zu erwarten, dass sich Camp Blood in meinem Regal wiederfindet. Doch, was man in diesem "Film" geboten bekommt, lässt sich mit keiner derartigen Produktion, die ich kenne, vergleichen. "Camp Blood" wirkt, als ob sich die 4 Hauptdarsteller an einem Nachmittag verabredeten,  in den Wald gefahren sind und ohne Sinn und Verstand einfach drauflosgedreht haben. Die Bildqualität ist schlecht, die Musikuntermalung miserabel bis gar nicht vorhanden, die Schnitte sind nur durch Ein- und Ausschalten der Kamera entstanden, die Darsteller sind grauenhaft und versuchen dabei ernst zu wirken und die Splatterszenen sind kaum zu erkennen und noch einfallsloser als die Handlung selbst. Dazu kommt noch, dass manche Szenen mehrmals verwendet wurden und manche Schauspieler die Rolle von mehreren Protagonisten übernehmen, worüber man hinweg sehen könnte, wenn die letzte Szene, in der alle Schauspieler noch einmal vorkommen auch nur den Funken eines Sinns erkennen lassen würde.

"Camp Blood" erfüllt alle Klischees eines klassischen Amateur-Billig-Films und setzt diese so grottenhaft in Szene, das einem schlecht werden könnte. Nicht einmal das normalerweise bei derartigen Produktionen vorhandene Trash-Feeling stellt sich ein, da der Film nicht unfreiwillig komisch, sondern billig und miserabel ist.

1/10 Punkte

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