Review

"Camp Blood 2" ist eine typische Fortsetzung Marke Amateur-Schlitzer-Film: bessere Technik, durchdachtere Inszenierung, brutalere Morde und teilweise auch bessere Darsteller. Insgesamt lässt dieses Sequel den eher ärmlichen ersten Teil hinter sich.

Es ist schon interessant zu sehen, inwieweit sich die Amateur-Filme aus Amerika mit denen aus unseren Landen unterscheiden. Davon können wir uns noch eine Scheibe abschneiden, denn obwohl die Independent-Herkunft natürlich ganz klar zu erkennen ist, macht alles einen etwas durchdachteren Eindruck als bei den deutschen Kollegen.

Die Geschichte von "Camp Blood 2" an sich ist eigentlich ein typischer Slasher im "Freitag der 13".-Stil. Tatsächlich sind die Parallelen dazu so offensichtlich, dass man es schon als frech bezeichnen kann, so offen zu klauen. Ein Camp, das sogar denselben Spitznamen trägt wie in den "Freitag"-Filmen, ein merkwürdiger Mann, der die Jungendlichen vor einem Fluch des Camps warnt... alles nur allzu bekannt.

Was den Film aber neben der sehr überzeugenden Hauptdarstellerin sehenswert macht, sind die recht deftigen Morde, die manchmal sogar brutaler ausfallen, als für Slasher-Filme üblich. Man kann schon fast sagen, sie werden regelrecht zelebriert. Die Qualität ist dabei fast durchgängig human und gar nicht so schlecht, wie bei anderen Independent-Werken. Da freut sich das Herz des Gore-Fans.

Ansonsten folgt der Film den üblichen Regeln des Schlitzer-Films (z.B. Sex und Drogen bedeuten unweigerlich den Tod) und kann somit nicht wirklich Spannung erzeugen. Auch das Ende ist leider etwas daneben und ziemlich an den Haaren herbeigezogen und ist auf Hinblick einiger Szenen ein einziger Goof. Aber es handelt sich ja wie gesagt um einen Amateur-Streifen und da lege ich die Messlatte ein wenig tiefer.

Alles in allem: Gelungener Amateur-Slasher, der für Laune sorgt. Für Fans des slasher-mäßigen Gemetzels absolut zu empfehlen.

Details
Ähnliche Filme