Amateurfilmer Brad Sykes hatte mit „Camp Blood“offenbar so viel Erfolg,dass er sich ein Jahr später eine Fortsetzung leisten konnte und dass er Einiges dazu gelernt hat,beweist diese Fortsetzung allemal,denn in Sachen Dramaturgie ist dieser Teil besser und spannender geworden.
Patricia ist die einzige Überlebende des Massakers von „Camp Blood“.Sie sitzt als Mordverdächtige in einer Nervenheilanstalt und wird von einem Regisseur „freigelassen“,der sie als Beraterin für seinen Film „Mitten im Wald“ benötigt.Man begibt sich mit der Filmcrew zu den Originalschauplätzen und schon wieder schlägt ein Killer mit Clownsmaske zu…
Mit besseren technischen Möglichkeiten könnte aus Regisseur Brad Sykes tatsächlich mal was werden,denn in dieser Fortsetzung hat er sich deutlich gesteigert.
Lässt er im ersten Teil die Protagonisten nur planlos durch den Wald laufen,verleiht er hier der Story stellenweise einen Film-im-Film-Charakter mit doppelter Erzählebene und kann vor allem durch halbwegs geschickte Erzählweise mit einigen Rückblicken punkten.
Hauptdarstellerin Jennifer Ritchkoff mausert sich ebenfalls zu einer Scream-Queen des Amateurfilms.
Aber auch die übrigen Darsteller agieren recht solide und selbst die Synchro ist nicht total verpeilt,denn als Stimme des Regisseurs meine ich Douglas Welbat erkannt zu haben,der Hörspielfreunden als Macabros-Sprecher ein Begriff sein dürfte.
Auch die Effekte können sich sehen lassen,sie werden recht explizit in Szene gesetzt und erscheinen etwas realistischer als im ersten Teil.
Der Score von „Ghost“ist nach wie vor recht gut und Kamera und Schnitt funktionieren deutlich verbessert.
Zwar hat man am Ende der Story wieder eine hanebüchene Auflösung hervorgebracht,doch „Camp Blood 2“funktioniert als Partyfilm (wie auch Teil 1)bestens.
7 von 10 Punkten