Review

Weder Fisch noch Fleisch ...

Lustigs Horrorfilm ist mehr ein schräges Familiendrama als einer der üblichen Slasherfilme der 90er-Jahre.
Es beginnt sehr vielversprechend mit dem "Friendly Fire"-Tod des Hauptdarstellers, dümpelt dann lange in einem seichten Familiendrama, zuletzt gipfelt es in einer schrägen Splatterparty light ... um schließlich doch noch zu enttäuschen, als man glaubte, sich prächtig unterhalten zu haben.
Die Story vom Veteranen-Zombie, der am 4. Juli alles "Unamerikanische" vernichtet, ist wirklich originell und fast schon satirisch überzogen. Der Patriotismus trieft durch viele Szenen, dass es schon fast weh tut ... aber Satire darf das! Warum man Regisseur Lustig hier das Gegenteil (Hurra-Patriotismus) vorwirft, bleibt mir persönlich schleierhaft. Die Szenen sind teilweise so derb "typisch amerikanisch" überzogen, dass es doch vollkommen offensichtlich ist, dass Lustig sich "lustig" darüber macht. Der Splatter hält sich in kurzen aber guten Szenen in Grenzen. Die Story hat einen ordentlichen Spannungsaufbau. Der Zuschauer hofft - wie immer - auf ein Top-Finale ... und wird leider - wie FAST immer - bodenlos enttäuscht.
Was hier als Ende gezeigt wird, hat der Film sicherlich nicht verdient. Die ordentliche Inszenierung und die schräge Geschichte halten den Film gerade noch an der 5er-Bewertungslinie ... das Ende ist nämlich eine satte "Null".
Die Darsteller machen ihre Sache gut. Der Junge spielt nervig - muss aber so sein. Die deutsche Synchronstimme des Knaben nervt ebenfalls gewaltig und man wünscht ihm Uncle Sam auf den Hals ...
Fazit: "Rein-Schau-Horror für Zwischendurch" . Der Streifen wäre wirklich gut ... doch das bescheuerte Finale (Alte Kanone gegen Zombie-Onkel ... hahaha ... )ist total daneben und vergibt dem Streifen einen Geradenoch-Status.
Schräg, kurzzeitig abgedreht, leicht splattrig, witzig und dann dämlich ... Die Mischung reicht für 85 Minuten aus ... und Prost!

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