Angesichts der dicken Namen eher eine Enttäuschung. William Lustig ("Maniac", "Maniac Cop") regiert, Larry Cohen (Autor von "It's Alive", Regie bei "Black Caesar" und "The Stuff") liefert das Buch. Naja, die 90-er waren eben nicht mehr und noch nicht wieder die Zeit, um ordentlich abzusplattern. Das hätte diese Trash-Granate aber gebraucht, um so reinzuhauen, wie Trash-Granaten reinhauen müssen. Da fehlte aber wohl das Budget.
Ein paar gute Lines gibt es dennoch ("Keine Sorge, es ist ja nur Friendly Fire"), ein paar gute Effekte auch. Spannung fehlt indes völlig und nach einem ziemlich grottigen Auftakt zieht sich die Chose dann hin, bis am 4th of July endlich Splatterfest gefeiert wird und Uncle Sam ordentlich in die Rabatten hauen darf. Trotz des langen Anlaufs ist storytechnisch bis dahin aber nix zu holen.
Die Schauspieler hat man am 5. Juli schon wieder vergessen, allenfalls die Besetzung eines einbeinigen Veteranen mit Isaac Hayes ragt heraus. Warum der Junge (Christopher Ogden) seinen Onkel Sam (David Fralick) derart vergöttert, erschließt sich auch nicht richtig. So bleiben hauptsächlich einzelne Momente in Erinnerung, im Wesentlichen die Kills und wie Uncle Sam an sein Kostüm kommt, denn humorfrei ist das Ganze ja zum Glück nicht.
Fünf Punkte. Gute fünf.
Die uncut DVD von Laser Paradise ist allerdings eine Frechheit, bietet außer einer Handvoll Trailer keinerlei Extras und hat bei okayem Bild nicht mal die Original-Tonspur an Bord, nur deutsche Syncro.