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Zum fünften und bisher letzten mal darf sich die Delta Force im Dienste für Gerechtigkeit in den Einsatz begeben. Nu Image schickte für dieses Sequel wie zuletzt im sehr guten Teil zwei Yossi Wein an den Regiedrehstuhl, drehte ihm aber gleichzeitig leider den Geldhahn etwas zu, so daß erwartungsgemaäß das Endergebnis weniger spektakulär als die bisherigen Teile ausfiel.
Zwar wird anfangs nochmal richtig Dampf gemacht, inem zunächst der neue amerikanische Diplomat via eindrucksvoller Zugexplosion Richtung Himmelsgleis befördert wird und im Anschluß die Delta Force in einem 20 minütigem Gefecht sich der Zudringliglichkeiten des Oberterroristen Jaffasir ausgesetzt sieht, mit allem was das Waffenarsenal vom Panzer abwärts dafür vorsieht, dummerweise sind dies eigentlich schon die besten 30 Minuten des gesamten Films, denn danach folgt nicht mehr viel aufsehenerregendes. 
Blöderweise mußte die Force nämlich zur Flucht drei ihrer Mitglieder zurücklassen, die der Oberbösewicht per mentalem Aktivierungscode "Glory, Glory Halleluja" zu Selbstmordattentätern umprogrammieren kann. Da die Deltas ja gewohnt keinen Mann zurücklassen, wird eine besheidene Rettungsmission gestartet, bei der insgesamt munter pathetisch in den Armen gestorben werden kann um dann im etwas enttäuschenden Showdown, dem Araberwicht Mores zu lehren. Neu ist allerdings, das in Teil fünf die Deltas sterben, wie die Fliegen, wenn ich richtig gezählt habe müssen tapfere sieben US GI´s die Erde Kenias von unten betrachten. Kein Wunder also, das nach einer solchen Blamage die einst doch stolze Fregatte Operation Delta Force zum Alteisen gegeben wurde, was eigentlich schade ist, denn hirnlose Action (und dies repräsentiert ODF eigentlich), konnte zumindest in manchen Episoden doch Laune machen.
Allerdings hat das Konzept doch einige Risse bekommen. Der neue Chef der Truppe ist Trae Thomas (nie gehört), charismatisch wie ein leerer Tetra Pak und kein Vergleich zu Skip Lang aus den Vorgängern, wer auch immer ihn grad verkörperte. Überhaupt sind die Darsteller eher von der schlappen Sorte. Gut, ausgeprägtes Mienespiel war noch nie die große Stärke hier, aber irgendwie sind hier alle noch einen Tacken schlechter als sonst.
Wer B-Krawall und Krachwumm mag, wird sich mit diesem letzten Teil wohl auch noch irgendwie arrangieren können, aber die Luft ist doch deutlich raus. Trotzdem fand ich diesen Nu Image Beitrag, also die gesamten fünf Filme, immer noch wesentlich unterhaltsamer, als das was diese Zelluloidmanufaktur sonst noch auf die Beine stellt, wäre schön, wenn mal wieder etwas vergleichbares aus diesem Stall käme.
4/10

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