Review

Dinner im Sporting Club ist jetzt kein besonders groß angelegtes Boxerdrama, sondern eine einfache britische TV-Produktion mit gerade mal etwas über einer Stunde Laufzeit, deren einzige Besonderheit im Grunde der Auftritt des jungen Liam Neeson darstellt (naja das und die blonde Dumpfbacke die zu Protokoll gibt schon einmal Franz Beckenbauer getroffen zu haben, der beste Joke der ganzen Geschichte).
Erzählt wird die Geschichte eines jungen schottischen Boxers, der gerade unglücklich einen Kampf verloren hat. Sein väterlicher Manager hat aber schon einen weiteren größeren Fight organisiert, man scherzt schon über die britische Meisterschaft, doch die fiesen Machenschaften im Hintergrund und der Sponsoren lassen schon ein schlechtes Licht darauf werfen. Hier werden zwar keine Kämpfe verschoben, aber man kann schon sehen, das abseits des Rings beinahe noch die härteren Schlachten geschlagen werden.
Aber auch das unglückliche Ende wird versöhnlich verkauft. Eine große Pointe darf man bei dieser Alltagsgeschichte aber nicht erwarten, die aber immerhin mit einem feinen britischen Humor serviert wird. Rocky isses natürlich auch nicht, erst recht da man die sonst eher vernachlässigte Klasse des Federgewichts gewählt hat. Immerhin bringen kleinere Einlagen im Ring ein wenig Abwechslung in die sonst eher statische Struktur des Films und auch die Darsteller leisten solide Arbeit ab, aber insgesamt bleibt nur eine brave Geschichte über.
5/10

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