In einer verschlafenen Kleinstadt versuchen Druiden, die letzten der Sangruiden, mittels des Blutes einer auserwählten Bewohnerin, ihre Königin wieder zu erwecken und dadurch ihre aussterbende Art zu retten. So ziehen sie blutlüstern umher, und bringen Einwohner unter der Landbevölkerung um, bis sie die entsprechende Person gefunden haben. Doch der Wissenschaftler Dr. Anderson entdeckt an einem Tatort Blutreste, die sich merkwürdig von selbst vermehren und forscht mit seinem Assistenten an einem Gegenmittel. Nicht nur das ist den Druiden ein Dorn im Auge, sondern auch, dass die Tochter des Forschers die Person ist, die sie vor Ablauf des Menanon-Festes benötigen, denn nur ihr Blut kann die Sekte retten. Die Polizei sieht derweil tatenlos zu, wie immer mehr Leute verschwinden, die den bluthungrigen Druiden zum Opfer fallen. „Invasion Der Tollwütigen“ scheint fast wie eine Hommage an die alten Trashfilme von H.G. Lewis, so unbedarft drehte Ed Adlum diesen Farmerhorror ab. Die Darsteller rangieren auf den allerletzten Plätzen und sind lediglich im Overacting geübt. Passend dazu gibt es sterile, ungeschmückte Sets, als hätte man irgendwo in einem kleinen Kaff der Südstaaten die Atmosphäre als gegeben hingenommen. Zumindest gibt es, immer vorausgesetzt, man mag schundiges, keine großartigen Längen, da die Geschichte stets vorangetrieben wird. Das ist natürlich zu keiner Sekunde irgendwie glaubhaft, oder sogar beängstigend, soll es auch gar nicht. Die wilde Flickschusterei mit Druiden, die eher Satanisten ähneln und Wissenschaftlern, die im Hinterzimmer großartige Entdeckungen machen (wie bringe ich das schäumende Brauseblut dazu, nicht mehr zu schäumen) versucht gar nicht erst, einen ernsten Ansatz. Die Polizei, meistens vertreten durch den trotteligen, stets betrunkenen Hilfssheriff in der Bar, wird von den Einwohnern gern vorgeführt und der Lächerlichkeit preisgegeben, während das saubere Vorzeigepärchen stets ein romantisches (voreheliches) Treffen braucht, die Moral im amerikanischen Hinterland scheint unterwandert zu sein. Doch anders als in Fred Olen Rays „Hollywood Chainsaw Hookers“ beispielsweise, setzt Adlum nicht auf nackte Tatsachen, dafür gibt es immer wieder blutige Szenen, die allesamt auf einfachem B-Movieniveau inszeniert sind. Ähnlich wie in jenem Sekten-Ripp-Off die ägyptische Mythologie von Unwissenden geplündert wurde, erscheinen auch hier die Druiden ohne jeden Verstand für frühere Kulturen, schon die Kostüme scheinen aus Muttis Nähkästchen zu stammen. Besonders ulkig sind die Blutabzapfereien mittels Kompressor und Schlauch, bis die Opfer leer sind. Das ergibt sich nie durch SFX-Masken sondern bloß durch das zappelige Unvermögen der Darsteller, wenn die aufhören heißt das: tot. Ähnlich simpel funktioniert jede Idee in der Umsetzung, letztlich klingt die abgedrehte Story interessanter, als sie auf den Bildschirm gebracht wurde. Die sichtbare Überzeichnung der Charaktere in eindeutig Gut und Böse ist es dann auch wieder, die z.B. den blutgierigen, hinkenden Egon an Fuad Ramses aus „Blood Feast“ erinnern lassen. Dieser kleine, komödiantische C-Movie taugt insgesamt nur für Trashliebhaber, als vermeintlicher Horrorfilm fällt dieser niedervoltige Müll total durch. Ob indes die stets verbreitete Komik freiwillig oder unfreiwillig ist, kann man beim Betrachten nur selten ausmachen. Fest steht jedenfalls, dass der Titel das spektakulärste an dem ganzen Gemurkse ist, Trashfans werden ihre helle Freude daran haben, wer auch nur ein bißchen gehaltvolles zur Unterhaltung braucht, bekommt wahrscheinlich Ausschlag auf der Netzhaut. Von dem vermeintlichen "absoluten Kultfilm" hingegen ist dieser Schund meilenweit entfernt.
Fazit: Abgedrehter Trash aus der Schmiede von Ahnungslosen ohne Spannung oder Atmosphäre. In der Tradition von alten H.G. Lewisfilmen, nur nicht so splatterig. 5/10 Punkten